Irgendwo zwischen Moskau und Wladiwostok, 10.000 Meter über der sibirischen Taiga, unterwegs mit 900 km/h zwischen verschiedenen Zeitzonen, war es soweit: Für den Trainer des FC Bayern München, Jürgen Klinsmann, begann ein neues Lebensjahr.

Auf dem Flug des FC Bayern nach Tokio feierte der FCB-Cheftrainer in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch seinen 44. Geburtstag. Ein großes Thema war dies für ihn jedoch nicht, wie er auf der Webseite des Vereins durchblicken ließ ("Man nimmt es einfach so, wie es ist.") - zu sehr beschäftigt sich Klinsmann im Moment mit dem FC Bayern.

Die Reise in die japanische Hauptstadt ist für den Trainer und seine Mannschaft der Startschuss zur heißen Phase der Vorbereitung. Gegen den Partnerclub Urawa Red Diamonds bestreitet der deutsche Rekordmeister am Donnerstag sein vorletztes Testspiel, nach dem Rückflug am Freitag hat Klinsmann noch gut eine Woche Zeit bis zum Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal bei Rot-Weiß Erfurt.

"Sehr guter Gegner"

"Wir wollen sportlich weiterkommen und Erkenntnisse sammeln über den Leistungszustand der Mannschaft", meinte der Chefcoach zum Testspiel gegen den letztjährigen Gewinner der asiatischen Champions League. "Mit Urawa haben wir einen sehr guten Gegner", sagte Klinsmann, der sich per Video ein Bild vom aktuell Zweiten der japanischen J-League gemacht hat. "Die werden mit 200 Kilometer pro Stunde auf uns zurennen, dafür sind sie bekannt. Unterstützt von ihren Fans gehen sie ein sehr hohes Tempo."

Angesichts von Jetlag und intensiver Vorbereitung ist Klinsmann gespannt, "wie sich unsere Spieler dagegenstemmen." Dabei ist dem FCB-Coach bewusst, dass bei seinem Team auch gegen Urawa noch nicht alles rund laufen kann. "Da wir die Spieler stückchenweise zurückbekommen haben - die letzten kamen erst vor zwölf Tagen -, haben sie einen total unterschiedlichen Fitnessstand." Vom Umsetzen der taktischen Vorstellungen des neuen Trainers ganz zu schweigen.