Köln - Wer sichert sich Platz drei in der Tabelle? Die TSG 1899 Hoffenheim oder Borussia Dortmund? Am Samstag könnte bereits eine Vorentscheidung fallen, wenn beide Teams im Spitzenspiel des 32. Spieltags in Dortmund aufeinander treffen. Vor dem Hit spricht Hoffenheims Stürmer Adam Szalai (sieben Tore) über die Bedeutung der Partie, seine Entwicklung in Hoffenheim und die Stärken der Mannschaft.

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bundesliga.de: Adam Szalai, jetzt geht es in der Bundesliga in den letzten drei Partien und im nächsten Spiel bei Borussia Dortmund um alles. Die Mannschaft hat durch Last-Minute-Tore in den Spielen beim 1. FC Köln und gegen Eintracht Frankfurt noch wichtige Punkte geholt. Ist jetzt der "Killerinstinkt" in der Truppe erwacht?

Adam Szalai: Ich würde jetzt nicht sagen, dass es um alles oder nichts geht. Wir haben uns eine sehr gute Ausgangsposition erarbeitet und nach dem Dortmund-Spiel haben wir immer noch zwei Partien, die genauso wichtig sind. Aber klar ist auch, dass es ein interessantes Spiel wird. Meiner Meinung nach liegt der Druck eher bei Borussia Dortmund als bei uns. Insgesamt haben wir schon eine sehr gute Saison gespielt und einiges erreicht. In den letzten drei Spielen wollen wir jetzt möglichst viele Punkte holen und das Maximum erreichen.

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bundesliga.de: Wie groß sind die Überzeugung und der Glaube an die eigene Stärke, dass man die Qualifikation zur Champions League schaffen kann?

Szalai: Wir haben schon die Saison über ein gesundes Selbstbewusstsein erarbeitet. Wenn man unsere Spiele anschaut, erkennt man an unserer Körpersprache schnell, wie wir die bevorstehenden Aufgaben angehen. Wir brauchen uns auch in Dortmund nicht zu verstecken, sondern wollen unser Spiel durchdrücken und den Plan des Trainers umsetzen.

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bundesliga.de: Hat sich die Mannschaft in der Rückrunde so weiter entwickelt, dass sie jetzt mehr auf Sieg spielt, nachdem es in der Hinrunde noch zehn Unentschieden gab?

Szalai: Wir haben uns auch dahingehend weiterentwickelt, als das wir auch in den letzten Spielminuten ein Spiel für uns entscheiden können und zum Beispiel in den vergangenen beiden Partien sehr spät unsere Tore geschossen. Dazu gehört natürlich auch immer auch ein bisschen Glück. Gegen Frankfurt hatten wir aber schon in der ersten Halbzeit die Chance, in Führung zu gehen. Der Sieg war also insgesamt verdient.

bundesliga.de: Sie haben sich in Hoffenheim im zweiten Anlauf durchgesetzt. Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Leistungen in dieser Saison?

Szalai: Ich bin glücklich darüber, dass die letzten Wochen so positiv für mich gelaufen sind. Zufrieden kann ich aber nicht sein. Zufrieden bin ich erst, wenn ich jedes Spiel bestreite und der Mannschaft jedes Wochenende mit meinen Leistungen helfen kann. Dafür arbeite ich jeden Tag.

bundesliga.de: Wie ist das Feedback des Trainers Julian Nagelsmann?

Szalai: Meine positive Rückmeldung ist, dass ich oft eingesetzt werde. Ich habe viele Möglichkeiten bekommen, das ist für mich positives Feedback.

bundesliga.de: Sie haben schon sieben Tore in dieser Saison erzielt und zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach auch zusammen mit Sandro Wagner gestürmt. Wie funktioniert das Zusammenspiel mit ihm?

Szalai: Der Trainer entscheidet je nach Taktik, welche Formation besser zum Gegner passt. Ob Sandro vorne spielt und ich hinter der Spitze – wir versuchen den Gedanken des Trainers so gut wie möglich umzusetzen.

bundesliga.de: Sie haben gezeigt, dass Sie immer sofort da sind, wenn Sie gebraucht werden. Gemessen an der Spielzeit gehören Sie zu den effektivsten Stürmern der Bundesliga.

Szalai: Ich versuche, meine Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu gestalten, egal wie lange sie ist. Man muss seine Chancen nutzen, unabhängig davon, ob man von Anfang an spielt oder eingewechselt wird. Als ich im letzten Sommer nach Hoffenheim zurückgekommen bin, war der Kader schon fast komplett. Dann muss man auch die kleinste Chance nutzen, um sich wieder ins Team zu kämpfen. Das habe ich getan.

bundesliga.de: Jetzt kommt es am Samstag zum Topspiel bei Borussia Dortmund. Der BVB liegt einen Punkt hinter der TSG. Worauf wird es in Dortmund vor allem ankommen?

Szalai: Dortmund hat im Spiel nach vorne, aber auch in der Defensive eine enorme Qualität. Sie haben sehr viele schnelle Spieler und die Mannschaft ist nicht nur zu Hause sehr stark. Es wird auf jeden Fall eines der schwersten Spiele in dieser Saison. Aber wir haben in solchen Spielen schon öfter bewiesen, wie gut wir auch gegen große Mannschaften wie Bayern München spielen können. Wir fahren gut vorbereitet und mit viel Vorfreude nach Dortmund. Denn es liegt auch an uns, wie das Spiel läuft.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski