Auch der BVB biss sich an Hoffneheim die Zähne aus. Die TSG ist weiterhin ungeschlagen in der Bundesliga - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Alexander Scheuber
Auch der BVB biss sich an Hoffneheim die Zähne aus. Die TSG ist weiterhin ungeschlagen in der Bundesliga - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Alexander Scheuber
Bundesliga

Hoffenheim will "gierig, aber auch demütig" bleiben

Sinsheim - Oliver Baumann war der erste Spieler der TSG 1899 Hoffenheim, der nach dem aufregenden 2:2 gegen Borussia Dortmund zugab, „enttäuscht“ zu sein. „Es fühlt sich ein bisschen wie eine Niederlage an“, erklärte Baumann. Dieser Satz sagt viel über das Selbstvertrauen der Hoffenheimer aus, wenn sie sich mehr über das neunte Remis in dieser Saison ärgern, als sich darüber zu freuen, auch nach Spieltag 15 weiter die einzige ungeschlagene Mannschaft im deutschen Profifußball zu sein.

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Baumann betonte dann auch: „Wir stehen zu Recht da, wo wir stehen.“ Direkt nach dem Abpfiff am Freitagabend bedeutete das Tabellenrang drei, der in der Schlusstabelle zur Teilnahme an der Champions-League berechtigen würde. Und das Selbstvertrauen ist ja kein unbegründet geliehenes bei der TSG von Trainer Julian Nagelsmann, sondern ein gewachsenes. Vom Fast-Absteiger zum Europapokal-Kandidat hat sich diese Elf in den letzten neun Monaten unter diesem mutigen Trainer entwickelt. Und in Hoffenheim haben sie nicht vergessen, wo sie herkommen, auch wenn sie das nicht hindert, groß zu denken: „Wir müssen weiter gierig bleiben“, fordert Baumann, „aber auch demütig.“

Wagner gehört zu den Gewinnern dieser Saison in Hoffenheim. Der Zugang von Darmstadt 98 verkörpert mit seiner aggressiven Spielweise jene „Männlichkeit“, die Trainer Nagelsmann von seinen Spielern vor der Saison gefordert hatte. Und auch die beiden wuchtigen Zugänge in der Defensive, Kevin Vogt (kam aus Köln) und Benjamin Hübner (Ingolstadt) stehen für mehr Lufthoheit und mehr Zweikampfstärke. Hübner bereitete am Freitag sogar beide TSG-Treffer vor, auch das 1:0 von Mark Uth schon nach anderthalb Minuten.

Uth kam erstmals nach seiner Verletzung für Kramaric wieder in der Startelf zum Einsatz und überzeugte. Fast jeder Spieler zeigt eine positive Entwicklung: Ob Mittelfeldchef Sebastian Rudy, oder die beiden Achter Kerem Demirbay und Nadiem Amiri, Rechtsverteidiger Pavel Kaderabek oder der zum Nationalspieler aufgestiegene Niklas Süle - sie alle sind besser geworden. „Man muss uns erst mal besiegen“, sagt Süle: „Wir sind eine super Gemeinschaft, jeder ist für den anderen da.“

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