Wien - 1899 Hoffenheim hat den zweiten Testspielerfolg im Trainingslager in Feldkirchen knapp verpasst. Im Gerhard-Hanappi-Stadion in Wien trennte man sich am Sonntag vom österreichischen Erstligisten Rapid Wien torlos.

Cheftrainer Holger Stanislawski gönnte dem Großteil der Mannschaft, die am Vortag den SV Ried mit 2:0 bezwungen hatte, eine wohlverdiente Pause. Mit Ryan Babel, der im ersten Durchgang die Kapitänsbinde trug, Gylfi Sigurdsson, Roberto Firmino, Fabian Johnson und Tobias Weis nominierte der Stanislawski fünf Akteure aus dem Vortag für die Startelf. Jedoch spielte nur Babel in Utzenaich über die volle Distanz.

Rapid voll im Saft

Eine Woche vor dem Start der österreichischen Bundesliga präsentierte sich Rapid Wien zu Beginn druckvoll. Doch die erste Chance der Partie hatte 1899. Tobias Weis setzte Peniel Mlapa mit einem präzisen Pass in die Schnittstelle der Viererkette gekonnt in Szene. Mlapa umkurvte Schlussmann Payer und flankte auf Roberto Firmino, der jedoch beim Kopfballversuch entscheidend gestört wurde (14.).

Rapid agierte schnell und schnörkellos in der Offensive, doch mit fehlender Präzision beim letzten Pass. Erst nach 23 Minuten gelang den Gastgebern die erste präzise Kombination über die Außenbahn. Die Hereingabe köpfte Salihi knapp über das Tor. Babel, einer der auffälligsten beim 2:0 gegen Ried, zeigte auch am Sonntag eine gelungene Vorstellung und beschäftigte des Öfteren mehrere Gegenspieler im und am Strafraum. In der 33. Minute kamen die "Grün-Weißen" der Führung bedrohlich nahe, als Prokopic nach feinem Zuspiel Daniel Haas umspielte, den Ball in Richtung Tor schob und zum Torjubel abdrehen wollte. Doch am Ende landete nur Jukka Raitala beim Rettungsversuch in den Maschen.

Ibisevic hat Führung auf dem Fuß

Zur Pause veränderte Stanislawski sein Team auf drei Positionen. Tagoe ersetzte Babel, Thomalla kam für Sigurdsson und Beck für Raitala. Die Anfangsviertelstunde hatte einiges zu bieten. Den ersten Aufreger gab es sechs Minuten nach Wiederanpfiff. Salihi setzte sich im Zweikampf durch, scheiterte jedoch am wachsamen Daniel Haas, der den Winkel geschickt verkürzte (51.). Firmino verpasste drei Minuten später auf der Gegenseite die Führung, als er im letzten Moment noch entscheidend gestört werden konnte und zu wenig Druck hinter den Ball brachte. Kurz darauf prüfte Alar Haas mit einem strammen Flachschuss aus 17 Metern, den der Keeper mit einer hervorragenden Parade zur Seite abwehrte (56.).

Es dauerte rund 20 Minuten, ehe sich die nächste Chance bot. Alar machte sich nach einem langen Ball in die Hoffenheimer Hälfte alleine in Richtung Haas auf, legte sich den Ball in letzter Sekunde einen Tick zu weit vor, so dass Haas mit einer tollen Fußabwehr klären konnte. Sechs Minuten vor dem Ende wäre 1899 beinahe noch der Siegtreffer gelungen. Kaiser mit dem genauen Pass auf Ibisevic, der am Elfmeterpunkt freistehend abschließen konnte, Payer jedoch mit einer Fußabwehr parierte (84.).

1899 Hoffenheim: Haas - Johnson (63. Ruck), Compper, Vestergaard, Raitala (46. Beck) - Weis (63. Rudy), Kaiser - Firmino (63. Salihovic), Sigurdsson (46. Thomalla) - Mlapa (63. Ibisevic), Babel (46. Tagoe)

Tore: Fehlanzeige