München - Weder für den Hamburger SV noch für den 1. FC Kaiserslautern war die 2. Pokalrunde unter der Woche eine leichte Aufgabe .

Beide Teams mussten in die Verlängerung, in der sich der HSV bei Eintracht Trier mit 2:1 durchsetzte, der FCK gewann bei Eintracht Frankfurt mit 1:0. Dem Einzug ins Achtelfinale wollen beide Mannschaften am Sonntag (ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) nun ein weiteres Erfolgserlebnis folgen lassen, um sich aus dem Tabellenkeller der Bundesliga zu befreien.

Petric muss ersetzt werden

Der HSV hat gegen Trier seine Pflichtaufgabe erfüllt, mehr aber auch nicht. "Ein Sieg gibt immer Selbstvertrauen", sagte Cheftrainer Thorsten Fink - auch wenn sich sein Team gegen den Viertligisten über weite Strecken schwer tat. Insbesondere beim Umschalten auf die Defensive offenbarten die Hanseaten die eine oder andere Schwäche.

Fink sah aber auch positive Aspekte, die man mit ins Spiel gegen Lautern nehmen will. So habe die Mannschaft auch nach dem frühen Rückstand die Ruhe bewahrt und auch "die Spielpraxis war wichtig für Berg und Son, wenn sie Mladen Petric ersetzen müssen. Das ist Teil der Philosophie", sagte Fink mit Blick auf Petrics im Training zugezogene Wadenverletzung. Wer für den Kroaten im Sturm aufläuft, zeigt sich noch. "Beide sind gute Spieler - Kleinigkeiten entscheiden, ich höre da zum Teil auf mein Bauchgefühl."

"Müssen Kaiserslautern einfach schlagen"

Die Mannschaft ist auch nach dem zarten Aufwärtstrend weiter gefragt und soll nach den Wünschen des Trainers den ersten Heimsieg der Saison einfahren. Optimismus zieht Fink nicht nur aus der Leistung gegen den VfL Wolfsburg, sondern auch aus den Trainingseindrücken. Die Mannschaft zeige sich sehr engagiert und wolle gegen Kaiserslautern einen Sieg einfahren.

Wie die Mannschaft aufgestellt sein muss, um im Spiel gegen Kaiserlautern die drei Punke in Hamburg zu halten, beschreibt der Trainer knapp und bestimmt: "Erfolgreich! Wir kennen die Stärken und Schwächen der Lauterer und wissen, was zu tun ist. Wir müssen Kaiserslautern einfach schlagen."

Wichtiges Spiel im unteren Tabellendrittel

Die Pfälzer werden etwas dagegen haben, zumal sie mit einem Sieg bereits sechs Punkte zwischen sich und die Hamburger legen könnten. Lauterns Christian Tiffert beurteilt den Gegner aber nicht anhand des Tabellenplatzes 17, sondern stuft die Hamburger als starke Mannschaft mit hoher Qualität und Siegeswillen ein.

"Sie haben viel Erfahrung und gestandene Spieler. Der HSV steht momentan nicht dort, wo er stehen will und deshalb wird die Mannschaft alles tun, um dies zu ändern", erklärte Tiffert. Doch mit drei Siegen im Rücken tritt der FCK mit großem Selbstvertrauen in Hamburg an.

"Ihr Tabellenstand ist gerechtfertigt"

"Positive Gedanken sind die Grundvoraussetzung für einen Sieg", sagt Trainer Marco Kurz. "Wir haben durch die drei Siege in Folge gesehen, dass wir gewinnen können und nehmen dieses Erfolgserlebnis mit." Kurz zufolge werden die Lauterer den HSV weder unter-, noch überschätzen: "Der HSV hat einen sehr starken Kader, dennoch ist sein Tabellenstand gerechtfertigt."

Der Trainer der "Roten Teufel" rechnet mit einem sehr offensiven und selbstbewussten Gegner. Um die Partie für sich entscheiden zu können, müsse seine Mannschaft kompakt stehen und in der Offensive Nadelstiche setzen. "Wir wollen versuchen, in Hamburg ein gutes Spiel abzuliefern und uns so aufstellen, dass wir wieder punkten", erklärt Kurz. Personell kann er dabei aus dem Vollen schöpfen und auf nahezu den gesamten Kader zurückgreifen.