Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß hat seinen Stammplatz auch unter Jürgen Klinsmann sicher. Der 56-Jährige wird die Spiele des Deutschen Meisters auch künftig von der Ersatzbank aus an der Seite des neuen Trainers verfolgen.

"Uli ist mein Chef, aber auch mein Ratgeber. Das sind 30 Jahre Erfahrung neben mir. Es wäre ja dumm, darauf zu verzichten. Darum habe ich ihn gebeten, sich weiter auf die Bank zu setzen", sagte Klinsmann der "Süddeutschen Zeitung".

Hoeneß entspricht Klinsmanns Wunsch

Hoeneß kommt der Bitte gerne nach. "Jürgen hat zu mir Ende letzter Woche gesagt, dass er sich sehr freuen würde, wenn ich neben ihm mit auf der Bank sitze, mit Martin Vasquez (Co-Trainer, Anmerk. d. Red.) zusammen. Ich habe mich sehr darüber gefreut und die Anfrage gerne angenommen", erklärte der Bayern-Manager in "Sport-Bild".

Zuletzt hatte Hoeneß mit dem Gedanken gespielt, sich nach knapp 30 Jahren auf die Tribüne zurückzuziehen. Das sei "kein dummes Geschwätz" gewesen, meinte Hoeneß: "Aber Jürgen hat mich sehr nett und freundlich gebeten. Diesem Wunsch habe ich entsprochen."

Noch Platz auf der Trainerbank

Bereits beim Freundschaftsspiel am Sonntag gegen einen Fanclub aus Nabburg (11:1) hatte der 56-Jährige zwischen Klinsmann und Vasquez gesessen. Über den "Abschied" von Hoeneß von der Ersatzbank auf die Tribüne war spekuliert worden, weil sich der Trainerstab unter Klinsmann erheblich vergrößert hat und deshalb möglicherweise für Hoeneß kein Platz mehr gewesen wäre.

Der Vertrag von Hoeneß als Manager des Rekordmeisters läuft noch bis Ende 2009. Danach soll er als Nachfolger von Franz Beckenbauer Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern werden.