München - Der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger beendet verletzungsgeplagt im Alter von nur 31 Jahren seine Karriere. "Seit ein paar Tagen bin ich sicher: Ich spiele jetzt nicht mehr", sagte Hitzlsperger der "Süddeutschen Zeitung".

Die Entscheidung für seinen Rücktritt sei Folge "eines Prozesses mit vielen Vereinswechseln und einigen Verletzungen". Sein Körper habe "die entsprechenden Signale" gesendet, er hänge "jetzt auch nicht so zäh am Profi-Beruf, dass ich sagen würde: Ich reize es aus bis zum Letzten."

Leiser Abschied von der Fußball-Bühne



Hitzlsperger hat sich bewusst für einen leisen Abschied entschieden, wie es zuvor seine Weggefährten Christoph Metzelder und Tim Borowski getan hatten. "Und das ist ja auch ein Statement: Hey, wir sind gar nicht so wichtig", sagte der schussgewaltige Mittelfeldspieler, der in England "Hitz the Hammer" genannt wurde. Es gebe im Fußball "genügend Menschen, die selbst ihr größter Fan sind, und da kann man ruhig mal deutlich machen: Ich bin kein überzeugter Selbstbewunderer."

Hitzlsperger, 52-maliger Nationalspieler (acht Tore, letzter Einsatz im August 2010 gegen Dänemark) sowie 2006 WM-Dritter und 2008 Vize-Europameister mit dem DFB-Team, hatte bis zum Juli beim englischen Premier-League-Club FC Everton unter Vertrag gestanden, aber dort keinen Vertrag mehr erhalten. Sein größter Erfolg auf Vereinsebene bleibt die deutsche Meisterschaft mit dem VfB Stuttgart 2007, in der Bundesliga spielte er zudem für den VfL Wolfsburg.