München - Robert Lewandowski ist ohne Zweifel ein Stürmer, bei dem Fußballexperten ins Schwärmen geraten können. Technisch versiert, temporeich, eiskalt vor dem Tor. Der Top-Torjäger von Rekordmeister FC Bayern München hat sich bereits viele Attribute verdient, die im schönen Spiel für das besondere Können eines Akteurs sprechen. Dabei sind allzu malerische Worte gar nicht nötig, um den Kapitän der polnischen Nationalmannschaft zu charakterisieren. Seine Zahlen sprechen für sich und brechen einen Rekord nach dem anderen.

>>> Hast du Lewandowski im offiziellen Bundesliga Fantasy Manager?

Seit der Winterpause rollte die Kugel im Oberhaus für die Bayern achtmal. Lewandowski kam immer zum Einsatz, spielte fünfmal durch und dreimal nicht über die volle Distanz. Der Münchner Spitze gelangen in diesem Zeitraum neun Treffer in der Bundesliga. In der ewigen Torschützenliste überholte der 28-Jährige durch seinen Doppelpack am letzten Wochenende gegen die Eintracht Bernd Nickel und Stefan Kießling, rangiert mit jetzt ingesamt 142 Toren in 218 Partien nun auf Platz 16. Erster ist Gerd Müller mit 365 Treffern, Fünfter Claudio Pizarro mit 191 und 15. Mario Gomez mit 146.

Im Video: Top Lewandowski-Tore

In den Fußstapfen des Bombers

Bundesliga-Rekordtorschütze Gerd Müller erzielte seine Tore in 427 Spielen. Der "Bomber der Nation" kommt damit auf 0,854 Treffer pro Einsatz. In dieser Statistik ist Lewandowski mit einem Torquotient von 0,651 unter den Top-Torschützen der Elite-Klasse des deutschen Fußballs Zweiter. Es folgen Horst Hrubesch, Jupp Heynckes und Dieter Müller. In seinem siebten Spieljahr im Oberhaus durchbrach der Rechtsfuß, der vor seinem Engagement an der Säbener Straße 131 Mal in der Bundesliga für Borussia Dortmund auflief, zum fünften Mal die 20-Tore-Marke. Das gelang außer ihm nur Gerd Müller und Klaus Fischer.

>>> Die ewige Torschützenliste

>>> Klaus Fischer exklusiv: "Lewandowski ist der ideale Mittelstürmer"

In der aktuellen Rangliste der Bundesliga-Torjäger belegt Lewandowski mit mittlerweile 21 Treffern noch den zweiten Platz - weil Konkurrent Pierre-Emerick Aubameyang von FCB-Konkurrent BVB am Samstag ebenfalls einnetzte. Ärgert Sie das, Herr Lewandowski? "Ich denke nicht über die Torjägerkanone nach und, ob ich ein Tor weniger habe oder nicht. Die Mannschaft ist im Moment das Wichtigste. Wir haben es gut gemacht und den nächsten Sieg geholt", sagte Bayerns Nummer neun nach dem Duell mit Frankfurt.

Historisch historisch

Für das Team von Coach Carlo Ancelotti schoss Lewandowski beim 3:0 seinen 100. Treffer in seinem 136. Pflichtspiel. Vor ihm war nur einer schneller - na klar, Gerd Müller, der 123 Einsätze für die historische Bestmarke benötigte. "Dass er ein klasse Stürmer ist, sieht man im Wochenrhythmus an den Toren, die er schießt", lobte Karl-Heinz-Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern und als ehemaliger Bundesliga-Angreifer mit 162 Treffern Elfter der ewigen Torschützenliste, nach dem 8:0-Kantersieg gegen den HSV bereits Ende Februar. "Er gehört schon in die Kategorie Gerd Müller."

>>> Alle Infos zu #FCBSGE im Matchcenter

>>> Lewandowski im Interview: "Ich freue mich immer, wenn ich Tore schieße"

Lewandowski bricht einen Rekord nach dem anderen, erinnert Woche um Woche daran, warum die Sturmspitze in Juniorenmannschaften seit jeher die begehrteste Position ist. Er ist einer, der den Begriff "historisch" definiert. Seit der Winterpause rollte die Kugel im Oberhaus für die Bayern achtmal, in Champions League und Pokal außerdem jeweils zweimal - die Torausbeute des gebürtigen Warschauers: zwei Treffer auf internationaler Turnierbühne, zwei auf nationaler. Alles in allem traf Lewandowski in dieser Saison in 36 Pflichtspielen ganze 33 Mal - Torquotient: 0,916.

Felix Tschon