Der VfB Stuttgart tritt in der dritten UI-Cup-Runde beim russischen Vertreter Saturn Ramenskoje an. Armin Veh hat dabei gemischte Gefühle.

"Es ist ein wichtiges Spiel für uns, wenn auch der Zeitpunkt denkbar ungünstig ist", kommentierte VfB-Cheftrainer Armin Veh den bevorstehenden ersten Auftritt seiner Elf in der neuen Saison am Samstag beim Hinspiel in der dritten UI-Cup-Runde gegen Saturn Ramenskoje.

Keine Abweichung vom Fahrplan

"Uns erwartet ein starker Gegner. Wir haben ihn dreimal beobachten lassen. Sie sind sehr spielstark und im Kurzpassspiel sehr gut. Deshalb müssen wir auch hochkonzentriert und mental stark an die Aufgabe herangehen, um unsere Nachteile in der Fitness ausgleichen zu können. Denn die ist natürlich bei Saturn ganz anders", verwies Veh darauf, dass der Kontrahent aus Russland mitten in der Saison stehe und bei seinem Team das Hauptaugenmerk auf der Vorbereitung für die anstehende Bundesligarunde liege.

Deshalb wurde in den zurückliegenden Tagen auch am vorgesehenen Programm festgehalten und nicht extra für das Spiel in Ramenskoje das Trainingspensum gedrosselt. "Wir haben das wie geplant durchgezogen, weil es notwendig ist. Sonst würden wir mit Defiziten in die Saison gehen", erklärte der VfB-Coach.

Lediglich am vergangenen Dienstag sei deshalb noch ein weiteres Testspiel eingebaut worden, um für den Auftritt im Saturn-Stadion Spielpraxis sammeln zu können.

Augsburg-Kader plus Osorio

Die Reise nach Russland wird dann auch weitgehend der Kader antreten, der schon beim 4:1 in Augsburg mit dabei war. "Lediglich Ricardo Osorio nehme ich noch mit, auch wenn er natürlich noch nicht von Beginn an spielen wird", nannte Armin Veh die einzige Veränderung. Ludovic Magnin und Fernando Meira werden indes noch keine Rolle spielen.

Die beiden EM-Teilnehmer reisen morgen zusammen mit den drei Nachwuchskräften Robin Schuster, Christian Träsch und Matthias Morys sowie den beiden Trainern Markus Babbel und Christian Kolodziej bereits nach Going und werden dort ihr Trainingsprogramm fortsetzen.

Nationalspieler kommen

Zu Beginn der kommenden Woche stoßen auch noch die drei deutschen Auswahlspieler Jens Lehmann, Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez dazu, die selbstredend in Ramenskoje ebenfalls fehlen werden. Trotz der zahlreichen Ausfälle geht Armin Veh die Partie optimistisch an.

Zum einen, weil sich die Neuzugänge Martin Lanig und Jan Simak gut integriert hätten, und zum anderen weil Spieler wie beispielsweise Serdar Tasci bereits in einer guten Verfassung seien. Und auch zwei andere Akteure fielen Veh in der Vorbereitung bislang positiv auf.