Werder Bremen entging knapp einer Pleite gegen den VfL Bochum und drehte einen 0:2-Rückstand noch zum 3:2-Sieg. Der Hamburger SV verlor am 29. Spieltag mit 0:2 bei Borussia Dortmund.

Das erste von vier Nord-Derbys gab es bereits am vergangenen Mittwoch, als Werder Bremen den Rivalen von der Elbe im Elfmeterschießen aus dem DFB-Pokal warf. Nun geht es am Donnerstag (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) gleich weiter: Teil 2 im norddeutschen Dauer-Derby. Im Halbfinale des UEFA-Pokals kreuzen beide Teams erneut die Schienbeine.

bundesliga.de hat die Stimmungen in beiden Lagern nach den Generalproben eingefangen.




Tim Wiese

Warum soll das ein Vorteil für uns sein? Hamburg hat verloren, aber auch wir sind nur knapp einer Blamage entgangen. Auch wir hätten einen Knacks bekommen können. Das gilt es aufzuarbeiten. Wir sollten jetzt einfach mal zur Ruhe kommen, alles sacken lassen, uns nur auf uns konzentrieren und am Donnerstag wieder eine deutlich bessere Leistung abliefern.

Hugo Almeida

Diese beiden Bundesliga-Partien haben nichts mit dem Duell am Donnerstag zu tun. Wir spielen dann in einem anderen Wettbewerb und es ist ein Nordderby. Da beginnen wir wieder bei Null. Dass die Hamburger verloren haben, bedeutet nur, dass sie noch intensiver gegen uns spielen werden.

Diego

Bei uns ist die Stimmung sicher gerade besser als bei den Hamburgern, wir können in den kommenden Tagen in Ruhe arbeiten, aber wir müssen gewarnt sein. Sie werden sich auch voll auf diesen Wettbewerb konzentrieren, weil es für sie jetzt die vielleicht letzte Chance auf einen Titel ist.

Dietmar Beiersdorfer

Wir dürfen jetzt nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern müssen vernünftig reagieren, wieder aufstehen und zu alter Stärke zurückfinden. Die Spieler müssen jetzt auch mal abschalten. Wir haben Großes geleistet in dieser Saison. Das kann uns keiner nehmen. Und darum lassen wir uns auch nicht entmutigen. Wir gehen nicht von unserem Kurs ab. Wir wollen alles rausholen, was möglich ist.

Piotr Trochowski

Die erste Runde ging sehr klar an Werder, aber die zweite wird an uns gehen. Wir sind nicht schlechter. Wir wissen, was wir im Pokal falsch gemacht haben und werden am Donnerstag anders auftreten.

Michael Gravgaard

Wegen unserer Psyche müssen wir uns gegen Werder keine Sorgen machen. Wir haben auch gegen Dortmund eine gute mentale Leistung gezeigt und gegen eine starke Heimmannschaft das Spiel über weite Strecken gemacht und kontrolliert. Wir müssen jetzt Vertrauen und Selbstbewusstsein daraus ziehen, dass wir trotz der Niederlage ein gutes Spiel gemacht haben.