Die Bayern haben mittlerweile einen Vorsprung von zehn Punkten - und noch ein Spiel weniger absolviert
Die Bayern haben mittlerweile einen Vorsprung von zehn Punkten - und noch ein Spiel weniger absolviert
Bundesliga

Highlights des 18. Spieltags: Gnadenlos rasiert

München - Pep Guardiola schickt nach der "Götzinho"-Gala Dankesworte Richtung Österreich, Freiburg spielt der Werkself einen Streich, Dortmund wird vom "eigenen Mann" geschockt und in Nürnberg ist der Bart ab. Die Highlights des 18. Spieltags.

Guardiola: "Ich bedanke mich bei Salzburg"

Der FC Bayern zieht seine Kreise an der Tabellenspitze und liegt klar auf Kurs Richtung Meisterschaft. Auch zum Rückrundenauftakt gab sich das Star-Ensemble keine Blöße und zeigte sich nach zuletzt verpatzter Generalprobe unbeirrt. ()

In Mönchengladbach schaltete der Triple-Sieger wieder in den "Gnadenlos-Modus" und ließ dem - wohlgemerkt - Tabellendritten in seiner Heim-Festung (zuvor 8 Siege, ein Remis) nie wirklich eine Chance. Auch wenn die Fohlenelf mit zwei Pfostenschüssen Pech hatte, die Bayern hätten auch ohne die fehlenden Ribery, Schweinsteiger, Mandzukic und Martinez wohl jederzeit einen Gang zulegen können. Zu stark ist er besetzt, der wohl beste Bayern-Kader aller Zeiten, aus dem im Borussia Park ein Spieler besonders herausstach.

"Mario götzinho El fenomeno" twitterte Abwehrchef Dante über seinen Kollegen Mario Götze, der die Gladbacher Abwehr reihenweise "rasierte" und die Gäste früh auf die Siegerstraße brachte. Schnell vergessen war damit die 0:3-Blamage im Testspiel vor einer Woche in Salzburg. "Wenn wir so motiviert spielen, werden wir in der Bundesliga jedes Spiel gewinnen", meinte Toni Kroos.

"Ich bedanke mich bei Salzburg für die Niederlage. Wir haben unsere Lehre gelernt. Mein Team hat heute unglaublich gespielt", sagte Guardiola nach dem 27. Auswärtssieg in Folge der Bayern, die damit einen weiteren Bundesliga-Rekord einkassierten (Topdaten zum Spiel). Philipp Lahm war in seinem 300. Bundesliga-Spiel laufstärkster Münchner (12,0 Kilometer). Gladbachs Christoph Kramer führt das Spieltags-Ranking mit 13,7 km an.

Während das Titelrennen angesichts des Zehn-Punkte-Polsters zum Langweiler zu verkommen droht (Karl-Heinz Rummenigge: "Es ist nicht unsere Aufgabe, die Liga spannend zu halten"), wird der Kampf um die Plätze umso interessanter. Zumal die so genannten Verfolger im Gleichschritt straucheln. 

Klopp: "Es fühlt sich bescheiden an"

Leverkusen, aktuell noch "Best of the rest", kassierte die dritte Niederlage in Folge (Topdaten zum Spiel). "Am Ende wollten wir zu viel", konstatierte Sportdirektor Rudi Völler nach der 2:3-Pleite in Freiburg (Spielbericht). SCF-Trainer Christian Streich hingegen flachste: "Den frühen Rückstand sind wir ja gewohnt... Aber wir haben gearbeitet und gekämpft." In der Tat, die Breisgauer liefen über sieben Kilometer mehr (126,2) als Leverkusen (119,1) und konnten den 1:2 Pausenrückstand am Ende noch drehen.

"Das war kein Traumstart. Es fühlt sich bescheiden an. Wir haben noch viel zu tun", haderte BVB-Coach Jürgen Klopp. "Eigentlich waren wir richtig heiß und wollten heute ein Signal setzen, das haben wir nicht getan." Dies übernahm dafür ausgerechnet der künftige Dortmunder Dong-Won Ji, der dem FC Augsburg mit seinem Tor zum 2:2 in einer laufintensiven Partie (BVB 124,5 km / FCA 123,2 km) einen überraschenden Auswärtspunkt sicherte (Spielbericht).

In Nürnberg ist "endlich der Bart ab"