Zusammenfassung

  • Das Revierderby stach aus den 153 Bundesliga-Partien heraus und sorgte für ein Novum in der Bundesliga.

  • Jupp Heynckes stellte mit seiner Rückkehr zum FC Bayern München ebenfalls einen Bundesliga-Rekord auf.

  • Auf dem Feld ging es in der Hinrunde äußerst fair zu.

Köln – Der letzte Bundesliga-Spieltag lieferte noch einmal alles, was den Fußball so schön macht: Tore ohne Ende, Dramen in der Nachspielzeit und überraschende Ergebnisse. Umso schwerer fällt nun das Warten auf den Rückrundenstart am 12. Januar. Und das gilt nicht nur für die Maskottchen der Bundesliga. Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, blicken wir noch einmal auf besondere Momente des letzten halben Jahres zurück.

Aus den 153 Partien der Hinrunde stechen einige heraus, aber keine lieferte so viel Drama wie das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Dabei war das Spiel nicht nur gefühlt einmalig, sondern sorgte auch statistisch für ein Novum in der langen Geschichte der Bundesliga. Dem FC Schalke gelang es als erstem Team überhaupt, nach einem 0:4-Pausenrückstand noch einmal zurückzukommen. An den langen Winterabenden der Winterpause kann sich "Erwin" die Höhepunkte des Derbys noch einmal anschauen. Das sollte auch den gröbsten Winterblues vertreiben.

Video: Der Derbywahnsinn in Dortmund

Seine Dortmunder Kollegin "Emma" wird sich vielleicht lieber die ersten sieben Spieltage noch einmal wie Honig auf der Zunge zergehen lassen. Mit 19 Punkte führte der BVB nach dem besten Start seiner Bundesliga-Geschichte die Tabelle souverän an. Dass mittlerweile wieder "Bernie" von der Tabellenspitze grüßt, hängt entscheidend mit zwei Faktoren zusammen: Der zwischenzeitlichen Krise bei der Borussia und der Rückkehr von Jupp Heynckes auf die Trainerbank des Rekordmeisters. Der 72-Jährige startete im Oktober in seine vierte Amtszeit beim FC Bayern München. Auch das ist einmalig in der Historie der Bundesliga.

Insgesamt fielen in der Hinrunde 424 Treffer – eine ordentliche Quote. Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus. Mit 15 Toren am 1. Spieltag startete die Bundesliga nämlich so torarm wie nie zuvor in eine Saison. Gleich 36 Mal zappelte hingegen am 17. Spieltag der Ball im Netz.

Fair geht vor in der Bundesliga

So friedlich wie Gladbachs "Jünter" mit Hennes Gassi geht, ging es in der Hinrunde zumeist auch auf dem Platz zu. Seit Beginn der Datenerfassung gab es in der ersten Halbserie noch so wenige Fouls wie in dieser Spielzeit (4.140). Dementsprechend mussten die Schiedsrichter auch so wenige Gelbe Karten zücken, wie seit 28 Jahren nicht mehr. Den Zuschauern gefällt dieser Trend jedenfalls, denn die durchschnittlich 44.335 Besucher pro Partie wurden in der Historie nur in der Spielzeit 2011/12 übertroffen.

Video: Bundesliga-Stars begeistern ihre jungen Fans

Egal, wie sehr ihr die Bundesliga auch vermisst: Für die Maskottchen der Clubs ist die Winterpause noch schlimmer - wie das Video oben eindrucksvoll beweist. Aber wusstet ihr, dass es drei Bundesliga-Clubs gibt, die dieses Problem gar nicht haben? Werder Bremen, der FC Augsburg und der 1. FSV Mainz 05 verzichten nämlich auf ein Maskottchen im Stadion. Zumindest in der Winterpause ist das eine kluge Entscheidung.

Florian Reinecke