Zum letzten Mal vor Weihnachten und im Jahr 2009 messen sich die Proficlubs. bundesliga.de hat die Reaktionen der Trainer zum 17. Spieltag zusammengestellt.

Leverkusen - Gladbach 3:2

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): "Bei den klimatischen Verhältnissen und bei dem Boden war das ein gutes Spiel. Ich war nicht überrascht, dass Gladbach so positiv aufgetreten ist. Man hat die Handschrift von Michael Frontzeck gesehen. Die Mannschaft war sehr kompakt und hat taktisch sehr klug gespielt. Ich muss aber meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Es war wichtig, in einer schwierigen Situation Flagge zu zeigen, den Rückstand aufzuholen und das Spiel zu drehen. Der Sieg war viel wertvoller und viel positiver als beispielsweise die 4:0-Siege gegen Nürnberg oder Stuttgart."

Trainer Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): "Glückwunsch an Leverkusen. Wenn man die gesamte Hinrunde ungeschlagen bleibt, dann ist man auch verdient Herbstmeister geworden. Für die Platzverhältnisse war das ein gutes Spiel. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, wir haben es nur versäumt, zwei, drei gute Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit sauber auszuspielen. Das war der entscheidende Unterschied. Leverkusen war intelligenter. Wir haben 21 Punkte geholt. Das ist ein gutes Fundament, auf dem wir aufbauen können. Wir haben aber noch genügend Arbeit vor uns."


1. FC Köln - 1. FC Nürnberg 3:0

Trainer Zvonimir Soldo (1. FC Köln): "Für beide Mannschaften war das ein wichtiges, ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir haben uns gut an die Bedingungen adaptiert und versucht, guten Fußball zu spielen. Ich bin sehr zufrieden, weil die Mannschaft engagiert und diszipliniert war. Ich habe immer gesagt: Irgendwann kommen die Tore. Wir hatten die ganze Vorrunde einige Probleme, zum Beispiel mit einem schweren Auftaktprogramm oder in Bezug auf Fitness. Mit 18 Punkten können wir zwar nicht ganz zufrieden sein. Aber wir haben die Qualität, da raus zu kommen. Und wir sind im DFB-Pokal-Viertelfinale."

Michael Oenning (1. FC Nürnberg): "Ich denke schon, dass man alles überdenkt. Bisher war das Verhältnis zum Vorstand sehr eng und vertrauensvoll. Bis heute habe ich die volle Rückendeckung gespürt. Aber man geht auch mit einer gewissen Erwartungshaltung in so ein Spiel, auch wenn man als Aufsteiger bis zum 34. Spieltag nur um den Klassenerhalt spielt. Was morgen ist, werden wir sehen."


Hamburger SV - Werder Bremen 2:1

Trainer Bruno Labbadia (Hamburger SV): "Das ist für uns ein fantastisches Ergebnis. Wir haben von der ersten Sekunde an die Zweikämpfe gesucht und sind verdient in Führung gegangen. Auch nach dem Platzverweis haben wir Moral und Ordnung gezeigt. Dieses Spiel war das i-Tüpfelchen auf einer Hinrunde, in der wir alles erlebt haben: vom besten Saisonstart aller Zeiten bis zum Verletzungspech, das nicht mehr normal war. Meine Mannschaft hat das weggesteckt. Jetzt haben wir Kontakt zur Spitze und können mit der Vorrunde zufrieden sein."

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Wir haben nicht zu dem Spiel gefunden, was heute nötig gewesen wäre. Das hat der HSV besser gemacht. Erst zum Schluss hatten wir noch ein paar Möglichkeiten. Das war aber nicht genug. Dennoch haben wir insgesamt eine hervorragende Hinrunde gespielt. Die Mannschaft hat sich schnell gefunden. Wir sind noch in drei Wettbewerben gut vertreten."


Frankfurt - Wolfsburg 2:2

Trainer Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): "Wir haben am Anfang und am Ende ganz gut gespielt, doch in der Zwischenzeit hatten wir Glück, dass wir nicht noch mehr Gegentore bekommen haben. Deshalb bin ich mit dem Unentschieden sehr zufrieden - ebenso wie mit den erreichten Punkten in der Hinrunde."

Trainer Armin Veh (VfL Wolfsburg): "Das Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Hinrunde. Wir haben wieder viele Chancen nicht genutzt und zu einfache Gegentore kassiert. Damit haben wir uns erneut um den Lohn gebracht. Physis und Willen der Mannschaft haben aber gestimmt."


Schalke - Mainz 1:0

Felix Magath (Schalke 04): "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir hätten nach dem 1:0 eine der Chancen nutzen müssen, um beruhigter zu führen. Ich habe eine Steigerung gesehen, aber es fehlte einfach der Killerinstinkt."

Thomas Tuchel (FSV Mainz): "Wir haben in vielen Situationen die falsche Entscheidung getroffen und schlampige Pässe gespielt. Wir haben viel von dem vermissen lassen, was uns auszeichnet. Das war einfach zu wenig."


Dortmund - Freiburg 1:0

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Das waren richtig schwierige Bedingungen. Richtig Fußball war nicht möglich. Das war total harte Arbeit, denn wir haben den Sack nicht zugemacht. Ob das Spiel heute ein Reifeprozess war, müssen wir abwarten. Auf jeden Fall war es eine reife Leistung. Wir haben uns in der Kabine geschworen, wir wollen Meister der letzten sieben Spiele werden. Das ist uns gelungen. Ich musste viel umstellen. In der Startelf heute waren nur zwei Spieler, die schon da waren, als ich hier angefangen habe. 30 Punkte in der Hinrunde ist schon ein echtes Brett, aber ich will nicht aus Emotionen heraus große Reden schwingen. Auch wenn man das von mir immer erwartet, aber dazu neige ich überhaupt nicht."

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): "Ich gratuliere Dortmund zum Sieg und zum Jubiläum. Allerdings wollten wir die Punkte nicht als Geschenk da lassen. Meine Mannschaft hat ein gutes Bundesligaspiel abgeliefert, früh attackiert und musste dennoch das 0:1 hinnehmen. Wir haben die letzte Konsequenz vermissen lassen, um hier einen Punkt mitnehmen zu können."


Hannover - Bochum 2:3

Trainer Andreas Bergmann (Hannover 96): "Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir hätten nach dem 2:0 erhöhen können. Stattdessen haben wir durch naive Fehler zwei Gegentore bekommen. Davon hat sich die Mannschaft nicht mehr erholt und keine mentale Stärke gezeigt. So wie in der zweiten Halbzeit dürfen wir uns nicht präsentieren."

Trainer Heiko Herrlich (VfL Bochum): "Ich bin glücklich und zufrieden, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben. Der Sieg war absolut verdient. Schon in der ersten Halbzeit haben wir Druck ausgeübt, uns aber nicht belohnt. Nach der Pause hatten wir dann zunächst ein wenig Glück, sind dann aber verdient zu unseren Toren gekommen."