Köln - Heung-Min Son ist einer der Stars der Bundesliga. Der Südkoreaner ist seit 2008 in Deutschlang zu Hause. In 114 Bundesliga-Partien gelangen ihm 34 Tore - vier davon in der laufenden Spielzeit. Leistungen, die ihm in seiner Heimat Heldenstatus einbrachten. Wie populär der 22-Jährige in Südkorea ist, wurde auf Bayers Asienreise in der Vorbereitung deutlich. Trotz des Trubels um seine Person ist der Außenstürmer bodenständig geblieben. Auch deshalb präsentiert er sich derzeit stärker als je zuvor. 

Seinen Durchbruch schaffte Son beim Hamburger SV, wo er einen prominenten Fürsprecher hatte. "Nach einem Training kann man sehen, dass er etwas Besonderes ist", sagte 2010 kein geringerer als der große Ruud van Nistelroy über seinen jungen Teamkollegen, den er unter seine Fittiche nahm. Und der Niederländer behielt Recht: Gleich in seinem ersten Bundesliga-Spiel stellte Son seine Abschlussstärke unter Beweis und wurde mit 18 Jahren, drei Monaten und 22 Tagen der jüngste Torschütze der langen Hamburger Bundesliga-Historie.

Beidfüßiger Son trifft beim Debüt

Eine seiner größten Qualitäten demonstrierte Son eindrucksvoll bei seinem ersten Bundesliga-Treffer. Erst ein gefühlvoller Lupfer mit rechts über den Torhüter, dann ein kontrollierter Dropkick mit links ins Tor - Beidfüßigkeit in Perfektion. Und er ist auf dem Feld viel unterwegs. "Seine Laufwege schmerzen den Gegner", beschrieb Rudolfo Esteban Cardoso einst das Spiel seines Schützlings. 

Mut zum Abschluss und unermüdlicher Einsatz in höchstem Tempo - diese Eigenschaften hat sich Heung-Min Son auch in seiner fünften Bundesliga-Saison bewahrt. Sowohl bei der Anzahl der Torschüsse als auch bei der Summe der Sprints gehört Heung-Min Son zu den Top 20 der Bundesliga, was ihm zu Platz 45 im Ranking der 100 aktivsten Bundesliga-Spieler verhilft.

Fußballer des Jahres 2013

Der 22-jährige mit dem ansteckenden Lächeln spielt derzeit seine wohl beste Bundesliga-Saison. Bestätigt er seine Leistungen im weiteren Saisonverlauf, stehen die Chancen gut, dass er zum dritten Mal in Folge mindestens zehn Bundesliga-Tore in einer Saison erzielt.

Auch die Verteidigung eines persönlichen Titels ist in Reichweite. Son wurde zu Südkoreas Fußballer des Jahres 2013 gewählt. Noch wichtiger wäre dem bescheidenen Teamplayer aber sicher der erste Mannschaftstitel. Dazu will er seinen Beitrag. Mit seiner Laufstärke und mit Toren. Egal, ob mit links oder rechts.

Florian Reinecke