Seit Beginn der Vorbereitung nutzt Hertha BSC als erster Bundesligist ein clubeigenes Zentrum für Höhentraining und Leistungsdiagnostik.

Am Dienstag (22. Juli 2008) haben die Berliner das Höhentrainingszentrum auf dem Vereinsgelände vorgestellt. Insgesamt bilden zwei Kammern, in denen jeweils zwölf Spieler gleichzeitig auf vier Ergometern und acht Laufbändern trainieren können, den neuen Bereich.

Durch die Kammern sollen bei der Leistungsoptimierung der Hertha-Profis ein paar Prozentpunkte mehr herausgeholt werden, erklärte Dieter Hoeneß, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hertha BSC, am Dienstagvormittag. Insbesondere im Ausdauerbereich soll diese Steigerung erzielt werden.

Vorteile im Bundesliga-Alltag

"Die Höhenkammer ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein im großen Ensemble von Leistungsvoraussetzungen", so Volker Spiegel, Geschäftsführer der L.O.S. LOW OXYGEN SYSTEMS GmbH und Entwickler des Zentrums. Durch simulierte Höhen von bis zu 4.500 Metern und den verringerten Sauerstoffgehalt wird die Produktion roter Blutkörperchen angeregt. Die wiederum optimeren in der Folge den Sauerstofftransport, der Organismus reagiert mit höherer Leistungsfähigkeit.

Herthas Fitness-Trainer Carsten Schünemann ist von den Erfolgen des Höhenzentrums überzeugt. "Ein paar Prozent kann jeder Spieler dadurch zulegen. Spiele, die auf der Kippe stehen, können so entschieden werden", sagt Schünemann. Außerdem werde es Hertha "im Liga-Alltag und bei der Rehabilitation verletzter Spieler Vorteile verschaffen", so Dieter Hoeneß. Eine sichere Prognose gebe es aber nicht. "Nächstes Jahr um diese Zeit können wir eine erste Bilanz ziehen."