Bundesliga

Hertha spricht Stadionverbote aus

Hertha BSC hat als Folge der Vorkommnisse nach dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg bundesweite Stadionverbote gegen 23 Personen bis zum 30. Juni 2013 verhängt. Nach dem Abpfiff waren etwa 100 Personen auf das Spielfeld gestürmt. "Dieses Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen. Aus diesem Grund haben wir keine Differenzierung beim Strafmaß vorgenommen. Die Personen gegen die wir ein Stadionverbot ausgesprochen haben, sind eindeutig identifiziert", erklärt Herthas Geschäftsführer Sport Michael Preetz.

Hertha BSC spricht Stadionverbote immer nach einer vorhergehenden Anhörung der betreffenden Personen aus. Diese erfolgte am Mittwoch. "Nach der Anhörung sind wir sicher, dass die Aktion nicht geplant war, sondern spontan nach der 1:2-Niederlage entstanden ist. Nach Abwägung aller Argumente ist dennoch klar, dass es aktuell keine Unterschiede bei der Bemessung der Zeitdauer der Stadionverbote geben darf", sagt Preetz.

Alle identifizierten Personen müssen darüber hinaus mit einer Anzeige wegen Land-, Hausfriedensbruch oder Sachbeschädigung rechnen. Die Auswertung der Ereignisse ist noch nicht beendet. Hertha BSC hat am Donnerstag seinen Bericht an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) geschickt. In der kommenden Woche wird es am Mittwoch um 13 Uhr eine Anhörung beim DFB geben. Die Analyse des Spieltages durch die Berliner Polizei hatte am Montag ergeben, dass der Ordnungsdienst von Hertha BSC richtig und ausgesprochen besonnen reagiert und somit eine mögliche Steigerung der Aggression verhindert habe.