Zusammenfassung

  • Mit dem 14. Unentschieden stellte der VfL Wolfsburg bereits jetzt einen neuen Vereinsrekord für eine komplette Bundesliga-Spielzeit auf.

  • Die Hertha kassierte in der Rückrunde nur sieben Gegentore – alleiniger Bundesliga-Bestwert.

  • Der VfL Wolfsburg sammelte sechs der sieben Zähler im Jahr 2018 in der Fremde.

Berlin - VfL Wolfsburg verpasst auch am 28. Spieltag den ersten Sieg unter Trainer Bruno Labbadia. Allerdings gelingt den Wölfen im Abstiegskampf beim 0:0 immerhin ein Punktgewinn gegen Hertha BSC. Dennoch müssten die Niedersachsen jetzt aufpassen, dass sie am Sonntag nicht auf den Relegationsplatz abrutschen, wenn Mainz gegen Mönchengladbach gewinnen sollte.

FANTASY HEROES: Mittelstädt (11 Punkte) Knoche, Bruma, William (je 10)

Wolfsburg blieb auch im fünften Spiel unter Labbadia ohne Dreier, die Bilanz des Coaches fällt mit nur zwei von 15 möglichen Punkten mehr als dürftig aus. Zudem sah Josuha Guilavogui (90.+1) kurz vor Schluss Gelb-Rot und fehlt am kommenden Samstag in Freiburg.  

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Camacho stand erstmals seit Oktober 2017 wieder auf dem Platz
Camacho stand erstmals seit Oktober 2017 wieder auf dem Platz © gettyimages / Matthias Kern

Hertha BSC muss seinerseits weiter auf den ersten Heimsieg des Jahres warten. Das Team von Trainer Pal Dardai ist zudem seit nunmehr drei Spielen ohne eigenen Treffer im Olympiastadion, liegt aber weiter im gesicherten Mittelfeld und kann dem Saisonendspurt vergleichsweise gelassen entgegenblicken.

In einer zerfahrenen Anfangsphase hatte Hertha vor 34.765 Zuschauern zunächst mehr Spielanteile und Pech, als Mathew Leckie nach einer Ecke den Ball nur an den Pfosten köpfte (5.). Auch Wolfsburg hatte einen Pfostentreffer zu vermelden in Halbzeit eins. Ein Abwehrversuch von Berins Niklas Stark ging unglücklich aufs eigene Tor - der Pfosten verhinderte Schlimmeres (19.).

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"Wir wollten die drei Punkte. Wir hatten einige Chancen, aber haben nichts daraus gemacht. Wir müssen versuchen, das Positive aus dem Spiel mitzunehmen." Matthew Leckie (Hertha BSC)

Die Wolfsburger, bei denen Mittelfeldspieler Ignacio Camacho nach fünfmonatiger Verletzungspause ein gelungenes Pflichtspiel-Comeback feierte, gewannen zunehmend Sicherheit und wären fast für die verstärkten Offensivbemühungen belohnt worden: Nach einer scharfen Hereingabe von Maximilian Arnold lenkte Herthas Niklas Stark den Ball unglücklich auf das eigene Tor - der Pfosten verhinderte die Führung (19.).

In einem bis zur Halbzeit ereignisarmen Spiel neutralisierten sich beide Teams. Hertha investierte mehr nach vorne, die stabile Wolfsburger Defensive erledigte ihre Aufgaben insgesamt aber gut. Für Gefahr sorgte einzig Herthas Salomon Kalou, dessen Schlenzer das Tor knapp verfehlte (37.).

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"Nach dem Wechsel waren wir ein Stück näher dran, aber im letzten Drittel hat uns die Durchschlagskraft gefehlt. Wir nehmen den Punkt mit und werden am Schluss sehen, wofür er gut war" Bruno Labbadia (Trainer Wolfsburg)

Labbadia reagierte auf die geringe Torgefahr seines Teams und brachte zur zweiten Halbzeit Daniel Didavi für Victor Osimhen. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Wolfsburg setzte Hertha mit frühem Pressing unter Druck und brachte so auch Rune Jarstein in Bedrängnis. Herthas Torhüter verstolperte einen Rückpass, konnte seinen Patzer vor dem heraneilenden Landry Dimata aber gerade noch ausbügeln (50.). 

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Spieler des Spiels: Matthew Leckie

Matthew Leckie war zweikampfreudigster Berliner, von seinen 26 Zweikämpfen gewann er gute 50 Prozent. Immer wieder brachte er mit seinen 38 angezogenen Sprints (Bestwert der Partie) Schwung in die Partie und war mit 32,4 km/h schnellster Berliner des Abends.

Matthew Leckie (l.) kam bei Berlin für den erkrankten Valentino Lazaro ins Spiel und schlug sich gut
Matthew Leckie (l.) kam bei Berlin für den erkrankten Valentino Lazaro ins Spiel und schlug sich gut © imago / Jan Huebner
Wolfsburgs Brekalo mit vollem Einsatz gegen Weiser
Wolfsburgs Brekalo mit vollem Einsatz gegen Weiser © imago / Matthias Koch
Darida (l.) ging auf Seiten der Berliner weite Wege
Darida (l.) ging auf Seiten der Berliner weite Wege © imago / Matthias Koch