Zusammenfassung

  • Hertha BSC blieb im vierten Heimspiel in Folge sieglos. Innerhalb einer Bundesliga-Saison hatte es das unter Pal Dardai noch nie gegeben.

  • Fünf der letzten sechs Auswärtsspiele des SC Freiburg endeten mit einem Unentschieden.

  • Erstmals seit 2016 endete ein Heimspiel der Hertha 0:0.

Berlin - Hertha BSC hat erneut eine große Chance verpasst, sich entscheidend von den Abstiegsplätzen der Bundesliga abzusetzen. Die Berliner kamen im Heimspiel gegen den SC Freiburg nur zu einem 0:0 und müssen angesichts sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang den Blick weiter nach unten richten.

FANTASY HEROES: Niklas Stark (13 Punkte) | Alexander Schwolow (11) | Robin Koch (10)

Erneut lag das Problem der Hertha, die weiter auf den ersten Heimsieg in diesem Jahr wartet, in der Offensive. Der Hauptstadtklub ist seit vier Spielen torlos. Die Freiburger hatten in der Abwehrarbeit nur wenig Mühe und entführten verdient einen Punkt aus dem Olympiastadion.

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Hertha-Trainer Pal Dardai hatte vor dem Anpfiff betont, dass es gegen Freiburg "keine Ausreden" gebe, ein Sieg müsse her. Die Berliner stürmten aber nicht bedingungslos nach vorne, sondern überließen dem Gast oft die Initiative, um nach Ballgewinnen mit schnellen Kontern gefährlich zu werden. 

Diese Taktik funktionierte anfangs gut - nur der Torabschluss war zunächst mangelhaft. Weder Mitchell Weiser (18. und 19.) noch Vedad Ibisevic (23. und 26.) schafften es bei ihren guten Möglichkeiten, den starken SC-Torhüter Alexander Schwolow zu bezwingen.

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"Ich freue mich, dass ich mit meinen Paraden helfen konnte. Das Unentschieden geht in Ordnung." Alexander Schwolow (SC Freiburg)

Die Freiburger machten sich das Leben in der Abwehr durch leichtfertige Ballverluste selbst schwer. Im Spiel nach vorne wussten die Breisgauer mit dem überraschend hohen Ballbesitz kaum etwas anzufangen, Hertha-Keeper Rune Jarstein blieb im ersten Spielabschnitt beschäftigungslos. Erschwerend kam hinzu, dass Freiburg nach einer halben Stunde den verletzten Mittelfeldspieler Amir Abrashi für Nicolas Höfler auswechseln musste.

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"Mit den Chancen hätten wir gewinnen müssen." Davie Selke (Hertha BSC)

Nach dem Seitenwechsel riskierte Hertha etwas mehr, Trainer Dardai beorderte Salomon Kalou vom linken Flügel in den Angriff neben Ibisevic. Die erste Chance der zweiten Halbzeit gehörte aber den Gästen: Der Fernschuss von Linksverteidiger Christian Günter strich nur Zentimeter am Pfosten vorbei (50.). 

Die Berliner kamen dagegen kaum noch vor das gegnerische Tor. Dardai reagierte und brachte nach einer Stunde  Davie Selke und Ondrej Duda für die wirkungslosen Ibisevic und Kalou. Torraumszenen blieben jedoch weiterhin absolute Mangelware.

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Spieler des Spiels: Mitchell Weiser

Mitchell Weiser, der erstmals seit dem 19. Spieltag wieder in Herthas Startelf stand, war an sechs der zwölf Berliner Torschüsse beteiligt (drei abgegeben, drei vorgelegt). Er führte die meisten Zweikämpfe aller Berliner (23) und gewann davon gute 65 Prozent.

Bilder des Spiels

In der ersten Halbzeit will der Ball nicht den Weg ins Tor finden
In der ersten Halbzeit will der Ball nicht den Weg ins Tor finden © gettyimages / Streubel / Bongarts
Haberer hat eine der wenigen Chancen der Freiburger
Haberer hat eine der wenigen Chancen der Freiburger © imago / Contrast
SC-Keeper Schwolow hält die Kraichgauer mit vielen Paraden im Spiel
SC-Keeper Schwolow hält die Kraichgauer mit vielen Paraden im Spiel © imago / Eibner