München - Sie trafen beide doppelt, führten ihre Teams damit jeweils zu einem perfekten Start in die Rückrunde und lieferten sich bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende konnte es bei der offiziellen Wahl zum "Spieler des 18. Spieltags" aber nur einen Sieger geben - und der heißt Patrick Herrmann.

Der 20-Jährige erzielte beim gegen den FC Bayern die Treffer Nummer zwei und drei für Borussia Mönchengladbach und ragte aus dem starken Kollektiv der Elf vom Niederrhein noch heraus.

Es sei ein überragendes Gefühl, das schwer in Worte zu fassen sei, sagte Herrmann unmittelbar nach dem Abpfiff. Mit ein bisschen Abstand fand er zwar mehr Worte, wollte seine persöbnliche Gala aber nicht überbewerten: "Ich komme von Spiel zu Spiel immer besser in die Mannschaft. Natürlich bekommt man auch mehr Selbstbewusstsein, wenn man immer spielt. Die ganze Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gezeigt."

Für die User von bundesliga.de auf jeden Fall eine Leistung, die honoriert werden musste. 30,29 Prozent der abgegebenen Stimmen fielen auf Herrmann, der sich auf dem rechten Flügel etabliert hat.

"Kuba" überzeugt und ist glücklich

Mit Jakub Blaszczykowski landete ein weiterer auffälliger Doppeltorschütze des Spieltags nur knapp hinter Herrmann auf dem 2. Platz (28,9 Prozent). "Kuba" überzeugte beim Sieg des BVB in Hamburg als perfekter Ersatzmann für den verletzten Mario Götze.

"Natürlich bin ich bin sehr zufrieden. Aber nicht nur wegen meiner zwei Tore. Wir haben als Mannschaft eine überzeugende Leistung gezeigt und auch in der Höhe verdient gewonnen", stand der polnische Nationalspieler im seinem Kontrahenten aus Gladbach in Sachen Bescheidenheit in nichts nach. "Kuba" feierte übrigens eine Premiere: Er schoss seinen ersten Elfmeter in der Bundesliga und verwandelte sicher.

Kagawa knapp vor Reus

Ein Dortmunder Mitspieler schaffte - wenn auch mit etwas Abstand (14,74 Prozent) - den Sprung aufs Treppchen:
Shinji Kagawa. Der Japaner gab die Vorlage zur Führung und glänzte im weiteren Spielverlauf als Regisseur beim .

Auf dem 4. Platz (12,48 Prozent) landete der nächste Borusse, diesmal wieder einer der Gladbacher: Marco Reus brachte seine "Fohlen" gegen die Bayern früh auf die Siegerstraße - allen Turbulenzen rund um seinen vermeldeten Transfer zum Trotz.

Kyriakos Papadopoulos, der beim 3:1-Erfolg des FC Schalke gegen Stuttgart per Kopf zum 2:0 traf, wurde Fünfter (10,34 Prozent). Für den griechischen Verteidiger war es der zweite Saisontreffer, außerdem brachte er sehr starke 92 Prozent seiner Pässe an den Mann.

Lars Bender belegte in der Gunst der Bundesliga.de-User zwar den 6. Platz (3,25 Prozent), seine Leistung am 18. Spieltag soll das aber nicht schmälern. Der "Sechser" sicherte seiner "Werkself" nämlich mit seinem Kopfball zum drei ganz wichtige Zähler zum Rückrundenstart.