Köln - Er kam aus der 2. Liga vom 1. FC Kaiserslautern und ist beim 1. FC Köln gleich der Abwehrchef. Auch in Stuttgart zeigte Dominique Heintz eine starke Leistung. Im Interview mit bundesliga.de spricht er über den Sieg, über sein Bundesliga-Debüt und über den starken Gegner.

bundesliga.de: Stark gespielt, 3:1 beim VfB Stuttgart gewonnen – viel besser hätte der Auftakt für Ihre Kölner kaum laufen können, oder Dominique Heintz?

Dominique Heintz: Das ist richtig. Die Zuschauer in Köln haben ein absolutes Top-Spiel gesehen, beide Seiten sind über 90 Minuten ein sehr hohes Tempo gegangen.

bundesliga.de: Was war Ihrer Meinung nach der Schlüssen für den unbedingt erwarteten Kölner Sieg?

Heintz: Das Spiel begann furios. Wir hatten Pech mit einem Pfostentreffer, dann die Stuttgarter mit Latte und Pfosten. Im Laufe der Partie wurde es dann ausgeglichener und wir haben unsere Konterchancen eiskalt ausgenutzt. Am Ende war es meiner Meinung nach ein verdienter Sieg.

bundesliga.de: Der Führungstreffer der Kölner kam allerdings schon etwas überraschend und hat den Spielverlauf auf den Kopf gestellt…

Heintz: Da bin ich anderer Meinung. Natürlich hatten die Stuttgarter zuvor sehr gute Torchancen, aber auch wir hätten in Führung gehen können. Nach dem schnellen 2:0 war das Spiel natürlich fast entschieden, auch wenn es durch den Stuttgarter Elfmeter noch einmal eng wurde. Letztendlich haben wir aber weiter gut verteidigt, das 3:1 in der Nachspielzeit war dann natürlich die Entscheidung.

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bundesliga.de: Zu Ihrer Person: Sie haben das erste Mal in der Bundesliga gespielt. Was sind das für Gefühle?

Heintz: Das war geil. In der Bundesliga zu spielen ist ein geiles Gefühl. Aber die ganze Mannschaft hat mir geholfen, wir haben alle zusammen sehr gut gearbeitet.

bundesliga.de: Ein Wort zur Leistung des Gegners…

Heintz: Der VfB war offensiv sehr stark und hat uns sehr gut zugestellt. Das Stuttgarter Pressing ist bärenstark. Uns ist es dennoch meistens gelungen, geordnet nach vorne zu spielen. Ich selbst freue mich einfach: Erstes Bundesliga-Spiel, erster Sieg – das ist für immer in deiner Sportler-Vita vermerkt.

Bundesliga.de: Der VfB hat auf Sie enorm Druck ausgeübt.

Heintz: Klar, das hat man gesehen. Die Stuttgarter machen ein enormes Tempo. Das Pressing hat der VfB-Trainer Alexander Zorniger aus Leipzig mitgebracht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der VfB dieses Tempo in jedem Bundesliga-Spiel durchhalten kann. Der VfB war ein schwerer Gegner, da muss man erst einmal gewinnen.

bundesliga.de: Nie Angst gehabt, das Spiel könnte kippen?

Heintz: Eigentlich nicht. Wir sind eine gute Einheit auf dem Platz. Ohne den Stuttgarter Elfmeter wäre überhaupt nichts mehr passiert, so wurde es vor ausverkauftem Haus noch einmal eng. Aber wir sind souverän geblieben und haben dann alles klar gemacht.

Von Jens Fischer