München - Nach zwei Heimspielen wartet der VfL Wolfsburg immer noch auf den ersten Sieg im eigenen Stadion. Dieser soll nun gegen den 1. FSV Mainz 05 gelingen, der seinerseits auswärts noch ohne Sieg ist (Sonntag, ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Unter der Woche kam die Magath-Elf beim FC Bayern ordentlich unter die Räder (0:3) und will gegen den FSV Wiedergutmachung betreiben, um gleichzeitig die eigenen Ziele - das Erreichen des Europapokals - nicht schon so früh in der Saison aus den Augen zu verlieren.

"Wölfe wollen den Heimfluch besiegen"

Im letzten Heimspiel kamen die "Wölfe" nicht über ein 1:1 gegen Aufsteiger Greuther Fürth hinaus, in der ersten Partie der Saison vor heimischer Kulisse gab es ein blamables 0:4 gegen Hannover 96. Es ist also Zeit für die Wende. Die Vorzeichen, dass Wolfsburg punkten wird, stehen nicht schlecht, wenn man der Statistik Glauben schenkt. Noch nie hat ein von Felix Magath trainiertes Team in der Bundesliga gegen die Mainzer verloren. Er warnt allerdings eindringlich vorm FSV: "Unser Gegner ist im Aufwind, hat seinen Rhythmus gefunden und wird uns daher einiges an Arbeit abverlangen."

Der Wolfsburger Meistertrainer von 2009 sehnt den ersten Heimsieg allerdings ebenso herbei wie seine Spieler und hofft auf eine anhaltende Wirkung durch ein Erfolgserlebnis: "Natürlich wäre es für uns sehr wichtig, endlich auch zuhause einen 'Dreier' einzufahren, dann würde sich sicher vieles lösen. Hoffenheim oder auch Hamburg, die vor Wochenfrist noch ohne Punkte dastanden, zeigen ja gerade, dass man mit einem Erfolgserlebnis im Rücken viel selbstbewusster beginnt." Personell hat Magath allerdings einige Sorgen. Jan Polak fehlt weiterhin mit einem Muskelfaserriss, Verteidiger Naldo hat nach einer Rippenprellung gegen Ende der Woche ebenfalls noch nicht wieder schmerzfrei trainieren können.

Mainz reist ohne Choupo-Moting zum VfL

Die Mainzer warten ebenfalls noch, allerdings auf den ersten Auswärtssieg der Saison, sind spielzeitübergreifend sogar seit sechs Spielen in der Fremde sieglos. Trainer Thomas Tuchel muss bei der Reise zu den Niedersachsen auf Eric-Maxim Choupo-Moting verzichten. Der Angreifer hat sich unter der Woche bei der Niederlage auf Schalke einen Einriss im Außenmeniskus des linken Knies zugezogen. Statt ihm dürfte Nikita Rukavytsya in die erste Elf rücken.

Einen kleinen Seitenhieb in Richtung Gegner konnte sich Tuchel vor dem Spiel beim VfL nicht verkneifen: "Wir können nicht sicher sein, wer spielt. Wir werden uns ein Stück weit überraschen lassen." Aber die eigene Mannschaft hat ohnehin Priorität für den Mainzer: "Der Fokus geht mehr denn je auf die eigene Leistung." Hoffnung sollte dem Trainer ein Blick in die Vergangenheit geben. Im Vorjahr holte der FSV trotz 0:2-Rückstand noch ein Remis in Wolfsburg (2:2).



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