Hamburg - Der direkte Abstieg wurde vermieden. Nun hat der Hamburger SV in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth die Chance, den Klassenerhalt doch noch zu sichern. Am Donnerstag steigt das Hinspiel in der Hansestadt (ab 20 Uhr im Live-Ticker), drei Tage später treffen sich die Kontrahenten zum dann alles entscheidenden Rückspiel im Frankenland.

Trotz zuletzt fünf Niederlagen hintereinander gehen die Rothosen verhalten optimistisch in den finalen Showdown, waren die gegen den FC Bayern München und beim 1. FSV Mainz 05 (Spielbericht) gezeigten Leistungen doch durchaus ansprechend. Vor dem ersten Relegationsspiel äußerte sich HSV-Innenverteidiger Heiko Westermann im Interview über die Chancen des Dinos.

Frage: Herr Westermann, mit welchen Erwartungen gehen Sie in die beiden Relegationsspiele gegen die SpVgg Greuther Fürth?

Heiko Westermann: Wir sind in der Relegation, darüber sind wir erst mal froh. Aber die beiden Spiele, die uns jetzt bevorstehen, werden noch härter als die im Saisonendspurt. Ich werde mich erst dann richtig freuen können, wenn wir am kommenden Sonntag in Fürth ein Erfolgserlebnis feiern können.

Frage: Warum schafft es der HSV nicht, nach einer guten Leistung wie im ersten Durchgang in Mainz über 90 Minuten zu überzeugen?

Westermann: Wenn wir das beantworten könnten, wären wir einen Schritt weiter. Wir brauchen auf jeden Fall immer zu viele Chancen für unsere Treffer. Wir hätten schon zur Pause 2:1 oder 3:1 führen müssen. Wichtig wird am Donnerstag sein, dass wir uns endlich mal für den großen Aufwand, den wir betreiben, belohnen. Dann gehen wir auch als Sieger vom Platz.

Frage: Sie spielen jetzt gegen Ihren ehemaligen Verein - insgesamt waren Sie fünf Jahre in Fürth. Wäre Ihnen ein anderer Relegationsgegner lieber gewesen?

Westermann: Nein, ob wir nun gegen Fürth oder Paderborn spielen müssen, ist zweitrangig. Wir waren auf alle möglichen Gegner vorbereitet, sollten aber jetzt nur noch auf uns schauen.

Frage: Worauf wird es in den beiden Spielen ankommen?

Westermann: Wichtig wird sein, dass wir die Leidenschaft, die wir in Mainz lange gezeigt haben, über 90 Minuten auf den Platz bringen. Dann werden wir in zwei Mal 90 Minuten auch als Sieger vom Platz gehen.

Frage: Und endlich auch mal auswärts wieder siegen?

Westermann: Erst einmal spielen wir zuhause, da sollten wir sehen, dass wir vorlegen.

Aufgezeichnet von Christoph Ruf