Er ist der Traum eines jeden Trainers: Heiko Westermann ist unglaublich vielseitig einsetzbar, ein unermüdliches Arbeitstier, mit gutem Spielverständnis und gesundem Selbstbewusstsein ausgestattet. Bis auf die Torhüterposition hat er wohl schon alles gespielt. Das ging schon in jungen Jahren los.

Wenig überraschend galt seine Leidenschaft schon in früher Kindheit dem runden Leder. Mit vier Jahren schloss sich Westermann seinem ersten Verein an, der SG Schimborn. Und wie alle Jungs in seinem Alter wollte auch Westermann möglichst viele Tore schießen. Das tat er dann auch.

Von Fürth entdeckt

Unglaubliche 107 Treffer gelangen ihm als Stürmer in seiner ersten Saison am Ball. An eine Laufbahn als Verteidiger war da noch nicht zu denken. Nach einem zweijährigen Gastspiel beim FC Hösbach spielte er ab 14 Jahren für den FC Bayern Alzenau.

Ein Turnier in Duisburg, welches er für den Club bestritt, sollte ihm schließlich die Tür zum Profigeschäft öffnen. Denn dort wurde die SpVgg Greuther Fürth auf den Franken aufmerksam. "Ich verzichtete kurzerhand darauf, mein Abitur zu machen und auch eine angedachte Karriere als Bauzeichner stellte ich hinten an, um meinen Traum zu verwirklichen", erklärte Westermann auf seiner Homepage.

In Bielefeld gesetzt

Zum Auftakt der Rückrunde 2002/03 debütierte Westermann schließlich in der Profimannschaft der Fürther. "Ich erinnere mich noch genau, dass mir ordentlich die Düse ging", so Westermann. Der Trainer muss meine Leistung etwas unkritischer eingeschätzt haben, denn von diesem Moment war ich in den nächsten 83 Spielen in Folge Stammspieler in Fürth."

Auch bei seinem Wechsel nach Bielefeld im Sommer 2005 war er von Beginn an gesetzt. Aufgrund der Verletzung von Petr Gabriel hatte Westermann eine Position in der Verteidigung sicher inne. Nur zwei Jahre später lockte der FC Schalke 04.

Zwei Eigentore zum Einstand

Seine "königsblaue" Zeit begann wenig rühmlich. Beim ersten Training des Teams vor tausenden Fans traf Westermann gleich zwei Mal ins eigene Netz. Doch wie schon bei den Stationen zuvor fand er schnell zu seiner Stärke. Auf Schalke sogar auf vielen verschiedenen Positionen.

"Anfangs glaubte ich, damit ein Problem zu haben, sah ich mich doch als reiner Innenverteidiger", sagte Westermann: "Doch je öfter ich auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kam, desto mehr Spaß hatte ich an der Abwechslung."

Diese Versatilität brachte ihm viel Lob und schließlich schon im Februar 2008 sein erstes Spiel in der deutschen Nationalmannschaft. Für Westermann scheint es keine Grenzen zu geben. Mit Ehrgeiz und eisernem Willen hat er bislang jedes Ziel erreicht. Nächste Station? "Ich möchte Fußball auf ganz hohem Niveau spielen und kurzfristig mit Schalke Deutscher Meister werden!"

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