Mainz - Am kommenden Freitag gibt die DFL Deutsche Fußball Liga den Spielplan für die neue Bundesliga-Saison bekannt. Viele Fans fiebern diesem besonderen Termin schon jetzt entgegen.

Und auch für die Vereine ist die Veröffentlichung der Spiele der Startschuss für eine neue Runde. Christian Heidel, der Manager von Mainz 05, erklärt im Interview mit bundesliga.de, wie er die Bekanntgabe verfolgt, warum er keinen Lieblingsgegner mehr hat und er Prognosen aufgrund der Spielpaarungen nicht mehr abgibt.

bundesliga.de: Herr Heidel, sind Sie nach all den Jahren vor der Bekanntgabe des Spielplans einer Bundesligasaison noch nervös?

Christian Heidel: Nein, nervös nicht, aber wir freuen uns darauf. Die Veröffentlichung des Spielplans ist ja auch ein Zeichen: Jetzt geht es wieder los. Man merkt dann, die Zeit des Durchschnaufens ist vorbei. Und darauf freuen wir uns ja alle.

bundesliga.de: 2004, vor Ihrer ersten Bundesliga-Saison, war die Spielplanveröffentlichung bestimmt noch das Highlight, oder?

Heidel: Das war etwas ganz Besonderes. Wir spielten damals am 1. Spieltag bei unserem ersten Bundesliga-Spiel auswärts gegen den VfB Stuttgart und als ich dann schwarz auf weiß lesen konnte: VfB Stuttgart gegen Mainz 05, hat man nochmal so richtig verinnerlicht, wir sind wirklich Bundesliga.

bundesliga.de: Auf was schauen Sie zuerst?

Heidel: Beim ersten Mal hat man natürlich schon geschaut, wann spielen wir gegen die Bayern und dann natürlich zuerst zuhause oder auswärts? Aber wir spielen mittlerweile im achten Jahr Bundesliga, wir wissen jetzt, dass wir es nehmen müssen, wie es kommt.

bundesliga.de: Sie spielen also nicht wie die meisten Fans nach Bekanntgabe der Paarungen schon einmal die Saison durch?

Heidel: Nein, das macht ja keinen Sinn, jedes Spiel ist gleich schwer. Ich weiß noch: Vor ein paar Jahren hat man nach der Auslosung gesagt, in den ersten sieben Spielen holt ihr keinen Punkt, dann haben wir die ersten sieben Spiele gewonnen. Wir haben uns abgewöhnt, uns über ein Spiel im Voraus zu freuen oder zu ärgern.

bundesliga.de: Sie haben also keinen Lieblingsgegner?

Heidel: Nein, gar nicht mehr. Aber natürlich ist es am Schönsten, wenn die Saison mit einem Heimspiel beginnt und sie mit einem Heimspiel aufhört. Darauf haben wir allerdings keinen Einfluss. Wir äußern zwar Wünsche, dass wir zum Beispiel beim Stadtmarathon nicht unbedingt ein Heimspiel austragen wollen. Aber Einfluss haben wir nicht. Im Übrigen machen die Spielplangestalter der DFL das ja wirklich gut.

bundesliga.de: Mit wem besprechen Sie die Saison dann zuerst, mit Trainer Thomas Tuchel?

Heidel: Ich verfolge die Spielplanveröffentlichung über den Livestream der Bundesliga-Seite. Und ja, man tauscht sich schnell natürlich aus. Aber Thomas sieht die Dinge ähnlich wie ich, er ist da sehr entspannt. Früher hat man gesagt, es ist besser, am Anfang gegen die Bayern zu spielen, weil sie dann vielleicht noch nicht so eingespielt sind. Aber heute brechen die auch am Anfang alle bestehenden Rekorde. Genauso muss es kein Vorteil sein, am Anfang einen Aufsteiger zu Hause zu haben, weil die noch von der Euphorie des Aufstiegs leben. Es ist eben sehr schwer, eine Prognose abzugeben.

bundesliga.de: Was passiert als erstes im Verein nach der Bekanntgabe, werden die Hotels für die Auswärtsfahrten gebucht?

Heidel: Ja, das ist ein Punkt, unser Teammanager Axel Schuster übernimmt das. Aber nach mittlerweile acht Jahren ist auch da einiges Routine. Zumal die Hotels ja so clever sind, dass die ihre Angebote selbst kurz nach der Veröffentlichung per Post rausschicken. Für die Hotellerie ist die Spielplanveröffentlichung eine große Sache. Und natürlich geht es sofort bei uns in der Geschäftsstelle am Telefon los mit den Ticketbestellungen.

Das Gespräch führte Tobias Schächter


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