Der HSV muss zum ersten Mal den Gang in die 2. Bundesliga antreten - © © imago / Jan Huebner
Der HSV muss zum ersten Mal den Gang in die 2. Bundesliga antreten - © © imago / Jan Huebner
Bundesliga

HSV steigt ab: In Hamburg sagt man tschüss

Hamburg - Das Wunder blieb am Ende dann doch aus! Der Hamburger SV muss als letztes Gründungsglied der Bundesliga den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Trotz eines 2:1-Heimsieges gegen Borussia Mönchengladbach reichte es nicht mehr für die Mannschaft von Trainer Christian Titz. Nach fünf Jahren Dauerabstiegskampf ist das Glück des noch nie abgestiegenen Gründungsmitglieds aufgebraucht.

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Knapp eineinhalb Stunden vor dem Spiel im Volksparkstadion war die Hoffnung der Hamburger Fans noch groß. Tausende von Anhängern standen Spalier als der Mannschaftsbus des Tabellenvorletzten die letzten Meter Richtung Stadion nahm. "Niemals 2. Liga, niemals, niemals, niemals" stimmten die enthusiastischen HSV-Fans an und gaben der Mannschaft noch einen extra Motivationsschub. An den treuen Fans der Rothosen hat es auf jeden Fall nicht gelegen, dass der nun aussterbende Bundesliga-Dino in der kommenden Saison nur in der 2. Bundesliga spielen muss.

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In den vergangenen Jahren hatte sich der HSV immer wieder mit einem Kraftakt kurz vor dem Abstieg gerettet. Zweimal mussten die Hanseaten in die Relegation. In der vergangenen Saison rettete sich der HSV durch ein spätes Tor von Luca Waldschmidt am 34. Spieltag nach dem 2:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Jetzt drehten die Niedersachsen den Spieß um und schickten den HSV nach dem 4:1 gegen Köln endgültig in die 2. Bundesliga.

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"Ich habe nicht geglaubt, dass ich nochmal absteige" HSV-Legende Uwe Seeler

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"Es tut uns richtig weh. Mir persönlich natürlich auch. Wir haben in den letzten Wochen richtig Gas gegeben, damit wir unser Ziel erreichen. Wir haben uns alle gemeinsam durchgebissen gegen Gladbach. Momentan ist es schwer zu akzeptieren", stammelte ein sichtlich angefasster HSV-Kapitän Gotoku Sakai mit Tränen in den Augen. Nach fast 55 Jahren muss nun also auch das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga absteigen. "Wenn du dich auf andere verlassen muss, bist du verlassen", erklärte HSV-Legende Uwe Seeler schon vor der Partie. Der 81-Jährige erklärte dann schon etwas resignierend: "Ich habe nicht geglaubt, dass ich noch mal absteige mit dem HSV, solange ich auf der Erde lebe." Er wolle aber auch seinem Verein in der 2. Bundesliga die Daumen drücken und ins Volksparkstadion gehen.