Köln - Er ist Mitbegründer des Fanclubs Ortenau '90, des zweitältesten Fanclubs des SC Freiburg. Seit dem 1. Juli 2011 ist Michael Weber aber auch jüngstes Mitglied im Kreis der hauptamtlich beschäftigten Fanbeauftragten der Bundesliga.

Die Hauptamtlichkeit der Fanbeauftragten hat die DFL Deutsche Fußball Liga in der geltenden Lizenzierungsordnung festgelegt.

"In allen Bereichen professionell aufstellen"

Für den 40-jährigen Weber ein notwendiger Schritt, den er ausführlich auf der Freiburger Homepage beschreibt: "Viele Vereine haben bereits seit etlichen Jahren hauptamtliche Fanbeauftragte. Ich denke, wenn man in der ersten oder zweiten Bundesliga spielt, muss man sich auch in allen Bereichen professionell aufstellen. Für mich macht das deshalb absolut Sinn und ich denke, dass das auch der richtige Weg ist."

Für die Fans des SC Freiburg ist Weber beileibe kein Unbekannter. In den frühen achtziger Jahren war der Industriekaufmann zum ersten Mal als junger Fan im Stadion, seit 1999 hat Weber bereits in der Fangemeinschaft (FG), dem Dachverband der organisierten SC-Fanclubs und im FG-Vorstand mitgearbeitet.

Schnittstelle zwischen Verein, Präsidium und den Fanbelangen

Bei null muss Weber also nicht loslegen, wenn er die zahlreichen Felder eines Fanbeauftragten zu beackern hat: "Zu meinen Aufgaben gehört nicht nur, die organisierten Fans zu betreuen, sondern für jeden Fan Ansprechpartner zu sein, egal ob von der Nord- oder der Haupttribüne. Um Auswärtsfahrten werde ich mich weiter kümmern und vor allem auch um die Betreuung der Fans bei den Auswärtsspielen. Da gibt es immer mal wieder das ein oder andere Problem, bei dem ich vermitteln kann. Dazu soll ich die Schnittstelle sein zwischen Verein, Präsidium und den Fanbelangen."

Aufgrund seiner langen Erfahrung weiß Weber um die Besonderheit des Standorts Freiburg und der außergewöhnlichen Beziehung von Club und Fans: "Ich denke, dass unsere Fans schon noch eine Sonderstellung einnehmen, weil man hier in Freiburg noch zu schätzen weiß, wie schön es ist, in der ersten Bundesliga zu spielen. Die Fans haben ein sehr gutes Gespür für ihren Verein und dafür, was möglich ist. Natürlich ist das Publikum heute ein anderes als vielleicht zu Beginn der Bundesliga-Zeit. Trotzdem: Vom Niveau her spielt der SC, was seine Fans angeht, für mich in der Champions League."