München - Borussia Mönchengladbach und der FC St. Pauli stehen nach dem 28. Spieltag auf den beiden Abstiegsplätzen, der VfL Wolfsburg belegt den Relegationsplatz. Klares Ziel: Drinbleiben! Aber auch die restlichen Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte sollten sich natürlich noch nicht zurücklehnen.

bundesliga.de hat einen Blick in die Datenbank geworfen und präsentiert interessante Fakten zum Abstiegskampf. Alle Daten beziehen sich dabei auf die Zeit seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96.

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Abstiegswahrscheinlichkeit:

Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 ist noch nie ein Team abgestiegen, welches nach 28 Spielen 36 (wie aktuell Schalke), 32 (Frankfurt) oder 31 Punkte (Lautern) auf dem Konto hatte.

Elf Mal hatte ein Team nach 28 Spielen 35 Punkte eingefahren (wie aktuell Köln), nur einmal musste das Team am Saisonende ins "Unterhaus": 1997/98 der 1. FC Köln.

Die größte Abstiegswahrscheinlichkeit trifft anhand der Zahlen der Vergangenheit auf Gladbach (67 Prozent) und Stuttgart (38 Prozent) zu, weil vier von sechs Teams mit 23 Punkten nach 28 Partien abgestiegen sind bzw. fünf von 13 mit 30 Zählern nach 28 Runden.

Rettung der Tabellenletzten:

Bisher konnte in der Bundesliga nur eine Mannschaft den Klassenerhalt feiern, die am 28. Spieltag die "Rote Laterne" inne hatte.

Arminia Bielefeld gelang dieses "Kunststück" in der Saison 2007/08. Unter Michael Frontzeck, der zum Rückrundenauftakt die Mannschaft übernahm, verloren die Ostwestfalen auf der Zielgeraden der Saison nur noch ein Spiel (2 Siege, 3 Remis).

Nach dem 28. Spieltag standen zwei Zähler Rückstand auf das rettende Ufer auf dem Konto. Am Ende der Saison hatte der DSC drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Aufsteiger auf einem Abstiegsplatz:

Seit der Saison 1995/96 haben es drei Aufsteiger geschafft die Klasse zu halten, wenn sie nach dem 28. Spieltag auf einem Abstiegsplatz (inkl. Relegationsplatz, seit der Saison 2009/10 berechtigt der 16. Platz zur Teilnahme an zwei Relegationsspielen gegen den Dritten der 2. Bundesliga) standen. Zuletzt gelang es dem SC Freiburg in der Vorsaison, von Platz 16 auf Platz 14 zu springen. Die Breisgauer verloren nur eins der letzten sechs Spiele und feierten starke drei Siege (2 Remis).

Der erste Bundesliga-Aufsteiger, dem dieser Coup gelang, war Eintracht Frankfurt in der Saison 1998/99. Die Hessen gewannen unter Trainer Jörg Berger vier der letzten sechs Spiele (1 Remis) und landeten somit auf dem 15. Platz. Am 34. Spieltag gipfelte die Spannung in dem 5:1 der Eintracht gegen den FCK - genau, das Spiel mit dem legendären Übersteiger von Jan-Aage Fjörtoft - und dem 1:2 des 1. FC Nürnberg gegen Freiburg mit der vergebenen Riesenchance von Frank Baumann. Frankfurt blieb aufgrund von vier geschossenen Toren mehr im "Oberhaus", das Frankenland trug Trauer.

Aufgeholte Rückstände im Abstiegskampf:

Zwölf Teams schafften seit 1995/96 noch den Klassenerhalt, die am 28. Spieltag auf einem der letzten drei Plätze lagen. In der Vorsaison waren es Hannover 96 (2 Zähler Rückstand) und der SC Freiburg (1).

Vier Punkte betrug der größte Abstand, der nach dem 28. Spieltag noch erfolgreich aufgeholt wurde: 1998/99 schaffte das eben die Eintracht unter Berger. Frankfurt (4 und 3 Punkte zurück), Gladbach (3 und 1) und und Arminia Bielefeld (2 und 1) gelang dieses "Kunststück" übrigens schon jeweils zwei Mal seit 1995/96.

St. Pauli lag zwei Mal seit Einführung der Drei-Punkte-Regel nach 28 Spieltagen auf einem Abstiegsplatz (1996/97 und 2001/02) und musste in beiden Fällen absteigen.

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