Köln – Weckruf für die Bayern, klare Ansagen aus Wolfsburg, bedrohliche Statistik für den BVB, historischer Hattrick und eine perfekte Tor-Kopie. Die Zahlenspiele des 18. Spieltags.

#4 – Aufatmen beim Rest der Liga. Die vermeintlich unschlagbaren Bayern hat es nach 21 Partien erstmals wieder erwischt. "Der Rückrundenstart ist in die Hose gegangen, das ist klar. Doch es ist keine Katastrophe. Wir wissen, was wir nun zu tun haben", sagte Manuel Neuer nach der bösen 1:4-Pleite beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg, wo der Rekordmeister in einer Partie genau so viele Gegentore kassierte (Topdaten), wie in der gesamten Hinrunde zuvor. Damit wird es der FC Bayern auch im 50. Anlauf nicht schaffen, was bisher noch keinem Team gelungen ist: eine perfekte Saison ohne Niederlage zu absolvieren (zur Infografik: Bundesliga-Rekorde)

#8 - Erstmals seit dem legendären 5:1 im Meisterjahr 2009 (zum Meistervideo) konnte der VfL Wolfsburg wieder einen Erfolg gegen den FC Bayern feiern. Träumt Wolfsburg jetzt sogar von der Meisterschaft? Kevin de Bruyne übt sich in Understatement: "Wir sollten jetzt ganz locker bleiben. Der Sieg gibt auch nur drei Punkte, es sind noch acht Zähler Rückstand auf die Bayern und sie werden noch eine Menge Spiele gewinnen", so der Belgier, der mit fünf Toren und elf Vorlagen aktuell Topscorer der Liga ist. 

#69Borussia Dortmund ist trotz des Punktgewinns in Leverkusen wieder Tabellenletzter. Für Nuri Sahin war die Leistung des Teams dennoch "ein Schritt nach vorne". Für Trainer Jürgen Klopp ist der Tabellenplatz momentan "absolut wursch". "Wir sind in Schlagdistanz zu den Mannschaften vor uns. Das ist wichtig. Wir müssen uns in den Abstiegskampf hineinarbeiten und Druck machen." Höchste Zeit wäre es, denn 69 Prozent (35 von 51) der Schlusslichter nach einem 18. Spieltag sind am Ende abgestiegen.

#3 – Dank eines ist dem SC Freiburg ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelungen. Der 26 Jahre alte Stürmer, ausgeliehen von Werder Bremen, sorgte beim 4:1 gegen Eintracht Frankfurt mit seinen Toren in der 64., 70. und 88. Minute für den ersten Hattrick in der Bundesliga-Geschichte der Breisgauer. "Wenn ich solche Vorlagen von den Jungs bekomme, dann ist es für jeden Stürmer einfach. Da hätte man auch eine Kiste Bier vorne reinstellen können, die hätte die drei Dinger vielleicht auch gemacht", scherzte er nach seinem Gala-Auftritt.

#5 - Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack bescherte Marcel Risse dem 1. FC Köln einen 2:0-Sieg beim Hamburger SV. Wie es ihm allerdings gelungen war, in einem Spiel zwei fast identische Tore zu schießen, konnte er sich selbst nicht erklären. Zunächst hatte er HSV-Keeper Jaroslav Drobny aus spitzem Winkel getunnelt, um später – als liefe eine Wiederholung - aus nahezu gleicher Position - diesmal ins lange Eck - einzunetzen. Der "Effzeh", der bereits den fünften Auswärtssieg der Saison feierte, holte als zweitbestes Team hinter den Bayern 16 seiner 22 Punkte in der Fremde.

Zusammengestellt von Markus Hoffmann