Köln - Bayerns Sieggarantie, ein beschäftigungsloser Torwart, Augsburger und Leverkusener Titelambitionen und ein angriffslustiger "Hunter". Die Zahlenspiele des 13. Spieltags.

#29 - Erfolgsgarant Arjen Robben. Trifft der Niederländer, holt der FC Bayern drei Punkte. Die letzten 29 Bundesliga-Spiele mit Robben-Torhat der Rekordmeister gewonnen. Letztmals gingen die Bayern im März 2011 (1:3) trotz eines Treffers des Niederländers als Verlierer vom Platz. Beim knappen 1:0-Sieg bei Hertha BSC war der 30-Jährige auch erstmals seit über einem Jahr wieder in einem Bundesliga-Auswärtsspiel erfolgreich. Insgesamt lieferte die Bayern-Offensive mit "nur" 15 Torschüssen (10/5) einen vergleichsweise überschaubaren Arbeitsnachweis ab. Vielleicht seien die Spieler nach dem Champions-League-Spiel in Manchester mit 70 Minuten Unterzahl ein wenig müde gewesen, zeigte sich Trainer Pep Guardiola verständnisvoll. "1:0, das passiert schon mal. Die zweite Halbzeit war nicht gut. Drei Punkte und Schluss", hakte auch Matchwinner Robben die glanzlose Vorstellung in der Hauptstadt schnell ab (Stimmen zum Spiel).

#0 - Manuel Neuer hätte es sich in den ersten 45 Minuten wohl bedenkenlos an einem anderen Ort gemütlich machen können, ohne dass die Bayern in Rückstand geraten wären, denn Hertha BSC verzichtete in Durchgang eins auf jegliche Abschlussversuche und lieferte erstmals seit knapp sechs Jahren wieder eine Halbzeitohne Torschuss ab. "Das war schon etwas seltsam, aber dafür hatte ich in der zweiten Hälfte wieder mehr zu tun", so der Nationaltorwart. Berlin wachte erst nach der Pause auf (erster Torschuss in der 48. Minute) und kam noch zu guten Chancen. "Vielleicht hatten wir insgesamt etwas zu viel Respekt", sagte Berlins Jens Hegeler. Die Bayern hingegen haben mit nur drei Gegentoren nach 13 Spieltagen den Bundesliga-Rekord des VfB Stuttgart aus der Saison 2003/04 eingestellt.

#4 - Der FC Augsburg auf Europa-Kurs. "Die Leute dürfen träumen, aber wir müssen weiter arbeiten und Punkte gegen den Abstieg sammeln." Angesichts der aktuellen Tabellensituation eine sehr bescheidene Sichtweise von Trainer Markus Weinzierl, dessen Team sich mittlerweise auf Platz 4 vorgearbeitet hat. Die Fuggerstädter feierten beim 3:1 gegen den Hamburger SV ihren dritten Sieg in Folge und den stellten mit dem fünften Heimspiel-Dreier in Serie einen neuen Vereinsrekord auf. Alle zehn Bundesliga-Partien, in denen Halil Altintop traf, konnte der FCA gewinnen. Der Türke, der den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 erzielt hatte, sieht seinen Club auf einem guten Weg. "Wenn wir das nächste Heimspiel gegen die Bayern gewinnen, dann werden wir Meister." (Lagebericht FCA)

#5 - Bayer Leverkusen erzielte erstmals fünf Tore gegen den 1. FC Köln und feierte somit den höchsten Derbysieg gegen die Domstädter. Das Torschussverhältnis von 25:5 entspricht dabei exakt dem Ergebnis. Kölns Trainer haderte derweil mit dem aus seiner Sicht unglücklichen Spielverlauf. "Wenn wir beim Stand von 1:0 einen zweiten Elfmeter bekommen und in Überzahl weiterspielen, läuft das Spiel ganz anders. Dann würden wir nicht mit einem 1:5 dastehen", sagte Peter Stöger, der seine höchste Pflichtspielniederlage mit dem "Effzeh" hinnehmen musste. Leverkusen hingegen nimmt nun mindestens wieder "seinen" Vize-Rang ins Visier. "Der 2. Platz wäre schön, aber auch Platz 1 ist drin. Wir haben noch mehr als eine halbe Saison zu spielen und in der Bundesliga ist alles möglich", findet Doppel-Torschütze Josip Drmic.

#101 - Stürmer Klaas-Jan Huntelaar schnürte beim Schalker 4:1-Erfolg gegen Mainz 05 den vierten Dreierpack seiner Bundesliga-Karriere. Nur Bayerns Claudio Pizarro hat von den aktiven Spielern häufiger dreifach getroffen (5 Mal). Nebenbei durchbrach der "Hunter" mit seinen Treffern 99 bis 101 die 100-Tore-Marke in Pflichtspielen für Königsblau. "Von dem Rekord wusste ich vorher gar nichts. Ein schönes Gefühl", sagte der Niederländer nach seiner Gala. In der zweiten Hälfte reichten den Knappen zwei Abschlüsse für zwei Treffer. Erneut gab der Gegner mehr Torschüsse (22:14) ab, doch Schalke glänzt mit Effektivität. Zumindest in der heimischen Arena, wo unter Trainer Roberto Di Matteo alle vier Bundesliga-Heimspiele gewonnen wurden. Auswärts gingen beide Partien verloren.       

Zusammengestellt von Markus Hoffmann