Köln - Die BVB-Stars ballern um die Wette, während die Schalker sich vornehm zurückhalten. Arjen Robben knackt einen persönlichen Rekord und Alex Meier fühlt sich zu Hause ziemlich wohl. Die Zahlenspiele des 23. Spieltags.

#31 - "Das ist halt der BVB. All inclusive mit Spiel, Spaß und Spannung über die gesamten 90 Minuten", sagte Jürgen Klopp nach dem fulminanten Auftritt seines Teams. Lange musste sich der Rekord-Revierderby-Trainer (14. Spiel) jedoch gedulden, bis sich die drückende Überlegenheit auch endlich auf der Anzeigentafel widerspiegelte (Spielbericht).

Nie seit Beginn der Datenerfassung 1992 hatte Dortmund so viele Torschüsse (31) gegen Schalke abgegeben. Am Ende bejubelten die Gastgeber einen verdienten 3:0-Erfolg, den 50. Pflichtspielsieg gegen den Revierrivalen, sowie den vierten Bundesliga-Sieg in Serie. "Wir haben Gegenpressing gespielt, als gebe es kein morgen mehr" freute sich der Coach über die Rückkehr zu alter Stärke.

#3 – "Wir haben nicht das gebracht, was wir uns vorgestellt haben", haderte Trainer Roberto Di Matteo nach seinem ersten Revierderby mit der Leistung seiner Mannschaft. Das Vorhaben, aus  einer kompakten Defensive gefährliche Konter zu setzen, ging gründlich daneben. Schalke gab ganze drei Torschüsse ab, so wenige wie nie seit Beginn der Datenerfassung.

BVB-Torwart Roman Weidenfeller hatte nur elf Ballkontakte und musste keinen Schuss auf seinen Kasten abwehren. Nach dem "Angsthasen-Auftritt" sind die Königsblauen erstmals unter Di Matteo seit drei Bundesliga-Spielen sieglos. "Es ist ein schwieriger Tag für uns. Wir müssen uns bei unseren Fans entschuldigen", sagte der Trainer. Kapitän Benedikt Höwedes wurde noch deutlicher: "Jeder weiß, was das Revierderby für die Fans beider Lager bedeutet. Dass wir so aufgetreten sind, ist nicht zu entschuldigen."

# 17Arjen Robben ist derzeit nicht zu stoppen. Beim 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln erzielte der Niederländer sein 17. Saisontor und stellte damit einen persönlichen Saisonrekord auf (bisher 16 Tore 2009/2010). Der 31-Jährige traf bereits im fünften Spiel in Folge mindestens ein Mal und insgesamt 13 Mal in den letzten zwölf Bundesliga-Partien.

Mit seinen beiden Vorlagen (auf Schweinsteiger und Lewandowski) ist er zudem in dieser Saison bereits an 24 Bayern-Treffern beteiligt - Liga-Spitze. Ob seines anhaltenden Laufs kann sich der Führende der Torschützenliste derzeit nur wiederholen: "Ich hoffe, dass ich fit bleibe. Dann werde ich weiterhin einfach nur Spaß haben." Die Bayern feierten im zwölften Heimspiel ihren elften Sieg und haben das 21. Spiel in Folge gegen einen  Aufsteiger gewonnen.

# 11 - Ein paar Zentimeter tiefer und Alexander Meier hätte seinen ersten Dreierpack erzielt und mit Arjen Robben in der Torschützenliste gleichgezogen. Hätte er den Ball beim Elfmeter nicht an die Latte geknallt. "Ich wollte besonders hart schießen, um dem Torwart keine Chance zu lassen", erklärte er seinen ersten Bundesliga-Fehlschuss (bei sieben Versuchen) vom Punkt.

Dennoch führte Frankfurts "Fußballgott" seine Eintracht mit seinen beiden Toren (Treffer 15 und 16) zum 2:1-Sieg über den Hamburger SV. Und das, obwohl ihn Manager Bruno Hübner nach dem Spiel zuvor in Mainz kritisiert hatte. "Er ist ein Spieler, der alleine den Unterschied machen kann. Ich wollte ihn ein wenig kitzeln, damit er eine Reaktion zeigen kann." Hat im eigenen Stadion wieder funktioniert. In der heimischen Arena hat Meier bereits elf Mal getroffen – Liga-Spitze.

Zusammengestellt von Markus Hoffmann