Zusammenfassung

  • Niclas Füllkrug dreht gegen Mainz mit einem Dreierpack das Spiel

  • Im Interview freut er sich und lobt seine Mannschaftskollegen

  • An den Saisonzielen von 96 rüttelt Füllkrug indes nicht

Hannover - Am Ende entschuldigte sich Niclas Füllkrug vonHannover 96 fast, dass es mit seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga gegen den 1. FSV Mainz 05so lange gedauert hat. "Ich habe drei Jahre 2. Bundesliga gespielt und brauchte Zeit, um mich an das Bundesliganiveau zu gewöhnen", sagte der Angreifer von Hannover 96 nach seiner Galavorstellung gegen den 1. FSV Mainz 05. Und versprach: "Da kommt noch was.".

Aus dem zwischenzeitlichen 0:2 machte Füllkrug mit seinen Toren (33./38., Foulelfmeter und 75.) fast im Alleingang den 300. Bundesliga-Sieg der 96-Vereinsgeschichte. Doch der 24-Jährige überzeugte nicht nur im Abschluss, der gebürtige Hannoveraner rackerte auch in den Zweikämpfen und brachte starke 93 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

Für die Niedersachsen wird Füllkrug immer wertvoller. "Er hat dafür hart gearbeitet. Er erntet gerade die Früchte", sagte Trainer Andre Breitenreiter. Nicht viele hätten "ihm die Bundesliga zugetraut." Doch mit Fleiß habe Füllkrug eine "enorme Entwicklung genommen", sagte Breitenreiter: "Er ist unglaublich ehrgeizig, will immer besser werden und fragt ständig nach Extraschichten."

Nach dem Spiel stellte sich der Hattrick-Schütze im Interview:

Frage: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg und zum Dreierpack! Kann ein Bundesliga-Profi ein breiteres Grinsen auf dem Gesicht haben als Sie heute?

Niclas Füllkrug: (lacht) Das kann ich schlecht beurteilen. Ich freue mich riesig. Erstmal natürlich über meinen Dreierpack, aber ich freue mich natürlich auch darüber, dass es so wichtige Tore waren. Das war ja kein 6:1-Sieg oder so, sondern wir haben diese Treffer wirklich gebraucht. Das war eine wirklich geile Leistung von allen, wenn man die erste halbe Stunde mal ausklammert.

"Ab der 30. Minute waren wir kontinuierlich die bessere Mannschaft." Niclas Füllkrug (Hannover 96)

Frage: Was sagt das über die Mannschaft aus, einen 0:2-Rückstand noch zu drehen?

Füllkrug: Ich glaube schon, dass wir in der ersten Halbzeit diese Einzelaktion gebraucht haben, um wieder ins Spiel zu kommen. Das war dann nach diesem Standard so und von da an waren wir voll da. Ab der 30. Minute waren wir kontinuierlich die bessere Mannschaft, am Ende muss man dann bei so einem Spielstand immer noch ein bisschen zittern. Das Spiel sagt also wirklich viel über den Charakter dieser Mannschaft aus. Gleichzeitig müssen wir defensiv aber auf jeden Fall noch stabiler werden.

Frage: Ihr erster Dreierpack in der Bundesliga. Wie läuft das bei 96: Müssen Sie jetzt der Mannschaft einen ausgeben, oder bekommen Sie einen ausgegeben?

Füllkrug: (lacht) Das weiß ich gar nicht genau. Ist ja, wie Sie richtig erkannt haben, mein erster Dreierpack.

>>> Zum Spielbericht: Füllkrug besorgt 300. Bundesliga-Sieg für 96

Frage: Richten wir den Blick direkt mal nach vorne: Der nächste Gegner heißt Schalke. Sie haben inzwischen zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Zeit, die Zielsetzung anzupassen?

Füllkrug: Nein, erstmal nicht. Wir gehen jetzt hoffentlich erstmal in Richtung 30 Punkte. Das ist das naheliegende Ziel, danach geht’s dann auf die 40 hoffentlich. Das Ziel lautet immer noch Klassenerhalt, nicht mehr.

Mit Material vom SID