Zusammenfassung

  • Hannover verdiente sich den Sieg vor der Pause (hier legte 96 fast fünf Kilometer mehr zurück als Werder und war deutlich zweikampfstärker)

  • Werder verlor erstmals in dieser Saison gegen einen Nordrivalen, war in den vorherigen fünf Duellen gegen Hannover, Wolfsburg und den HSV ungeschlagen geblieben

  • Harnik traf erstmals seit dem 15. Spieltag wieder und kam zu seinem ersten Scorer-Punkt in der Rückrunde. Insgesamt bejubelte er sein 60. Bundelsiga-Tor

Hannover - Niederlagenflut gestoppt, Klassenerhalt fast gesichert: Mit einem 2:1 (2:0) im Bundesliga-Nordduell gegen SV Werder Bremen hat sich Hannover 96 mit nun neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 aus dem Abstiegskampf so gut wie verabschiedet. Für den Tabellen-Zwölften Bremen hingegen endete eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage.

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FANTASY HEROES: Felix Klaus (13 Punkte), Miiko Albornoz, Thomas Delaney und Martin Harnik (je 12)

Den Erfolg für die Niedersachsen leitete Martin Harnik mit dem Führungstor nach 17 Minuten aus kurzer Distanz ein. Für das 2:0 sorgte Felix Klaus, der in der 42. Minute nach einem Abpraller erfolgreich war. Für Bremen verkürzte Ishak Belfodil (74.). Hannover revanchierte sich damit für die deftige 0:4-Schlappe aus der Hinserie im Weserstadion.

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Vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena am Maschsee verdienten sich die Gastgeber, zuletzt fünfmal hintereinander ohne Punkt geblieben, ihren Erfolg durch ihre Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Die Hanseaten erarbeiteten sich zwar Feldvorteile, doch beim finalen Pass in Tornähe fehlte in den meisten Fällen die erforderliche Präzision.

Martin Harnik trifft erstmals seit dem 15. Spieltag und bringt Hannover auf die Siegerstraße mit dem 1:0
Martin Harnik trifft erstmals seit dem 15. Spieltag und bringt Hannover auf die Siegerstraße mit dem 1:0 © imago / Nordphoto/Ewert

Ein Manko, das Zlatko Junuzovic vielleicht hätte beheben können, doch der Österreicher saß überraschend zunächst nur auf der Reservebank. Trainer Florian Kohfeldt hatte dessen Landsmann Florian Kainz den Vorzug gegeben. Eine Entscheidung, die der Coach in der Halbzeitpause korrigierte, Junuzovic ersetzte nun Kainz.

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"Die Erleichterung ist groß, weil das ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt war. Es war ein rundum gelungener Tag." Martin Harnik (Hannover 96)

Auch die Gäste kamen vereinzelt zu Torgelegenheiten. In der 14. Minute rutschte Maximilian Eggestein um Zentimeter an einer Hereingabe von Max Kruse vorbei, Kruse selbst schoss den Ball in der 25. Minute freistehend über die Querlatte.

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Die in der ersten Halbzeit durchaus ansehnliche Partie verflachte zu Beginn des zweiten Durchgangs. Hannover beschränkte sich weitgehend darauf, den Vorsprung zu verteidigen. Beim SV Werder wurde das Mittelfeld zu langsam überbrückt, so wurden die Räume rund um den 96-Strafraum schnell wieder zu eng.

"Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht da. Alles, was wir zuletzt gut gemacht haben, haben wir jetzt schlecht gemacht. Wir waren völlig lethargisch." Max Kruse (Werder Bremen)

Auch in der Folgezeit waren die Bremer Aktionen zu durchsichtig angelegt. Bei einem Konter verpasste "96" in der 72. Minute sogar das mögliche 3:0, Harnik wurde in letzter Sekunde der Ball vom Fuß gespitzelt. Nach Belfodils Anschlusstreffer drängte Bremen vehement auf den Ausgleich.

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Spieler des Spiels: Felix Klaus

Felix Klaus versenkte seinen einzigen Torschuss der Partie, gewann gute 55 Prozent der Zweikämpfe und legte starke 12,1 Kilometer zurück.

Bilder des Spiels

Jubel und Erleichterung bei Martin Harnik über seinen Treffer
Jubel und Erleichterung bei Martin Harnik über seinen Treffer © imago / Nordphoto/Ewert
Felix Klaus legt noch vor der Pause das 2:0 für Hannover nach
Felix Klaus legt noch vor der Pause das 2:0 für Hannover nach © imago / Nordphoto/Ewert
Defensiv mit einer richtig guten Leistung: Hannovers Salif Sané im Duell mit Max Kruse
Defensiv mit einer richtig guten Leistung: Hannovers Salif Sané im Duell mit Max Kruse © imago / Jan Hübner
Philipp Tschauner besiegt: Ishak Belfodil gelingt in der zweiten Hälfte immerhin noch der Anschlusstreffer für Bremen
Philipp Tschauner besiegt: Ishak Belfodil gelingt in der zweiten Hälfte immerhin noch der Anschlusstreffer für Bremen © imago / Nordphoto/Ewert