Zusammenfassung

  • Im neunten Pflichtheimspiel unter Andre Breitenreiter kassierte Hannover die erste Niederlage

  • Die Eintracht holte zehn der 13 Punkte in dieser Saison auf fremden Plätzen

  • Ante Rebic traf in den letzten drei Spielen in Folge und seine drei Saisontore sind nun schon mehr als in der gesamten letzten Spielzeit

Hannover - Hannover 96 hat die ersten Gegentore und die erste Heimniederlage kassiert: Nach acht Begegnungen vor eigenem Publikum ohne Niederlage verloren die Niedersachsen unter Coach Andre Breitenreiter gegen Eintracht Frankfurt mit 1:2 (1:1). "Trainerübergreifend" war der Aufsteiger zuvor sogar 398 Tage vor heimischer Kulisse ungeschlagen geblieben.

FANTASY HEROES: Ante Rebic (12 Punkte), David Abraham (11), Sebastien Haller (10)

In einer starken Anfangsphase gingen die Gäste nicht überraschend in der zehnten Minute in Führung. Sebastien Haller nutzte ein Zuordnungsproblem bei den Platzherren und schob den Ball an 96-Torhüter Philipp Tschauner vorbei ins Tor.

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Für den Ausgleich sorgte Hannovers Abwehrchef Salif Sane, der in der 36. Minute nach Ecke von Pirmin Schwegler höher als zwei Frankfurter Defensivakteure sprang und per Kopfball erfolgreich war. Für die Entscheidung zugunsten der Hessen sorgte Ante Rebic in der Schlussminute der regulären Spielzeit.

Haller bringt die Eintracht zwischenzeitlich in Führung
Haller bringt die Eintracht zwischenzeitlich in Führung © imago / Jan Huebner

43.500 Zuschauer in der WM-Arena am Maschsee sahen ein ausgeglichene, muntere, aber nicht hochklassige Begegnung, in der sich die beiden Teams über weite Strecken neutralisierten. Und da die Hintermannschaften hüben wie drüben wenig zuließen, waren Torchancen, insbesondere in der ersten Halbzeit, Mangelware. Marius Wolf (27.) hätte die Eintracht-Führung ausbauen können, in der 42. Minute verpasste 96-Torjäger Martin Harnik den Führungstreffer.

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Nach dem Seitenwechsel war das Team von Eintracht-Trainer Niko Kovac einem Torerfolg deutlich näher. Die Platzherren standen unverständlich tief und kamen fast eine Viertelstunde kaum aus der eigenen Spielhälfte heraus. In der 49. Minute konnte Tschauner einen verdeckten Schuss von Wolf gerade noch zur Ecke abwehren.

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"Ich bin mit dem Ergebnis und dem Spielverlauf in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden." Niko Kovac (Eintracht Frankfurt)

Breitenreiter reagierte auf die Probleme seiner Schützlinge und ersetzte Niclas Füllkrug in der 61. Minute durch Ihlas Bebou. Danach konnte der Neuling die Partie wieder etwas offener gestalten, musste sich letztlich allerdings doch noch geschlagen geben.

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SPIELER DES SPIELS: Sebastien Haller

Sebastian Haller war aus Frankfurter Sicht der Mann des Tages in Hannover. Über 90 Minuten bearbeitete er die Defensivspieler des Gastgebers und bestritt so viele Zweikämpfe wie kein anderer Spieler der Partie (32, davon ordentliche 40 Prozent gewonnen). In seiner Kernaufgabe war Haller ausgesprochen effektiv und sorgte mit dem ersten Torschuss der Partie überhaupt für die erste Frankfurter Führung, es blieb sein einziger Torschuss der Partie. Und ganz am Ende verarbeitete er einen langen Ball von Keeper Lukas Hradecky so geschickt, dass Ante Rebic den Siegtreffer aus der Distanz erzielen konnte.

BILDER DES SPIELS

Sané trifft per Kopf zum Ausgleich vor der Pause
Sané trifft per Kopf zum Ausgleich vor der Pause © imago / Jan Huebner
Tschauner feiert den Ausgleich ausgelassen
Tschauner feiert den Ausgleich ausgelassen © gettyimages / Martin Rose
Es ist eine umkämpfte Partie
Es ist eine umkämpfte Partie © imago / Jan Huebner