Auf den lockeren 5:1 (4:0)-Sieg gegen EA Guingamp folgte ein Schreck zu später Stunde. Beim Rückflug musste die Maschine mit der Mannschaft des Hamburger SV an Bord wegen eines Hydraulikschadens in Paris notlanden.

Eine Übernachtung in der französischen Hauptstadt folgte, keine optimale Vorbereitung auf das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag (17:30 Uhr) beim Deutschen Meister VfL Wolfsburg.

Labbadia sehr zufrieden

Der späte Schrecken war aber auch das einzige, was beim Trip in das mittelalterliche Städtchen Guingamp in der Bretagne schief gegangen ist. Mit dem klaren Sieg steht der Einzug in die Gruppenphase der Europa League praktisch fest, das Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.45 Uhr) wird mehr oder weniger zur Trainingseinheit. "Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung", sagte Coach Bruno Labbadia mit strahlendem Gesichtsausdruck.

Nach der verspäteten Ankunft in der Heimat bat er seine Spieler sogleich wieder zum Auslaufen. Der überforderte französische Pokalsieger aus der zweiten Liga war schnell vergessen. Labbadia nimmt die Erkenntnis mit, dass seine Stürmer in glänzender Frühform sind. Das späte Gegentreffer durch ein unglückliches Eigentor von Ersatzkeeper Wolfgang Hesl (88.) spielte keine Rolle mehr.

Erstes Triple für Petric

Insbesondere der dreifache Torschütze Mladen Petric (11., 26., 86.) präsentierte sich in Galaform und hat den Kampf um seinen Stammplatz mit den ebenfalls erfolgreichen Paolo Guerrero (7.) und Marcus Berg (50.) aufgenommen. "Das war mein erstes Triple, seit ich in Deutschland bin", meinte der Kroate, "das ist schon ein schönes Gefühl und gibt Selbstvertrauen, auch wenn der Gegner nur ein Zweitligist war."

Nach dem 4:0 in Randers zum Auftakt des Europacups, der drei Treffer im Pokal in Düsseldorf und dem 4:1 gegen Borussia Dortmund hat der HSV nun erneut Offensivstärke bewiesen.

"Das Spiel nach vorne läuft besser als im letzten Jahr", sagte Petric, "wir kombinieren nach vorne durch und davon profitieren auch wir Stürmer." Das Selbstvertrauen vor der Partie bei den "Wölfen" ist jedenfalls weiter gewachsen.