Zusammenfassung

  • Die HSV beendete seine Negativserie von zuvor vier Niederlagen, punktete im Nordderby aber nur einfach und nicht wie erhofft dreifach.

  • Werder blieb in vier der sieben Partien dieser Saison ohne Torerfolg und damit schon doppelt so oft wie in der kompletten vergangenen Spielzeit.

  • 17 Torschüsse gab der HSV ab, so viele wie diese Saison in keinem anderen Spiel.

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Hamburg - Keine Siegerparty zum 130. Klub-Geburtstag: Der Hamburger SV hat im 107. Bundesliga-Nordderby den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. Das Team von Trainer Markus Gisdol trennte sich einen Tag nach dem großen Jubiläum mit 0:0 vom ewigen Rivalen SV Werder Bremen. Damit verpasste der Bundesliga-Dino trotz eines engagierten Auftritts am siebten Liga-Spieltag erneut den 500. Heimsieg in der Bundesliga.

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FANTASY HEROES: Jiri Pavlenka (14) | Gideon Jung, Gotoku Sakai (beide 10)

Auch für Werder ist der Punktgewinn vor 54.613 Zuschauern im Volksparkstadion kein großer Fortschritt. Das Team um Coach Alexander Nouri ist siegloser 16., saisonübergreifend warten die Grün-Weißen schon seit zehn Partien auf einen Dreier. Vor dem gegnerischen Tor fehlte sowohl dem SVW als auch dem lange stärkeren HSV der entscheidende Schuss Kaltschnäuzigkeit.

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Beide Teams starteten mit großem Einsatz, aber auch mit vielen Ungenauigkeiten in die Partie. Gerade der HSV musste sich in neuer Formation erst finden. Gisdol hatte in dem prestigevollen Duell auf die Jugend gesetzt und mit Startelf-Debütant Tatsuya Ito und Youngster Vasilije Janjicic frisches Blut gebracht. Das 17 Jahre junge Sturmtalent Jann-Fiete Arp saß zudem erstmals auf der Bank. 

Werder mit der ersten Chance

Nouri, der Ulisses Garcia anstelle des verletzten Ludwig Augustinsson einsetzte, konnte in der Anfangsviertelstunde zufriedener sein. Werder erarbeitete sich mit guter Raumaufteilung und schnellem Umschalten eine Vielzahl an Standards und wurde auch gefährlich. Nach einem Kopfball von Thomas Delaney rutschte HSV-Keeper Christian Mathenia der Ball durch die Finger, doch er setzte erfolgreich nach (9.).

Tatsuya Ito stand zum ersten Mal in der Bundesliga in der Startelf und sorgte mit seinen Dribblings über die linke Seiter immer wieder für Gefahr
Tatsuya Ito stand zum ersten Mal in der Bundesliga in der Startelf und sorgte mit seinen Dribblings über die linke Seiter immer wieder für Gefahr

Der HSV wurde nun giftiger und erarbeitete sich nach einer ersten Kopfballgelegenheit von Kyriakos Papadopoulos (15.) mehr Spielanteile. Die Gastgeber griffen immer wieder über ihre "japanische" linke Seite mit Kapitän Gotoku Sakai und dem sehr auffälligen Ito an. Der nur 1,66m lange Außenspieler stellte die Werder-Defensive vor große Probleme. Richtig gefährlich wurde es nach zwei Direktabnahmen von Wood (19.) und Sakai (28.). 

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Und Werder? Agierte nach ordentlichem Beginn lange zu verhalten. Laufleistung, Torschüsse, Ballbesitz, Zweikämpfe, Passquote - die wichtigen Statistiken sprachen zum Pausenpfiff für die Hamburger. Die Gisdol-Elf wollte auch nach dem Seitenwechsel ihren Schwung mitnehmen, musste aber mit dem angeschlagenen Ito den bis dahin besten Spieler auswechseln. Lewis Holtby ersetzte den Aktivposten (52.).

Wir hatten uns mehr vorgenommen. Haben viel gekämpft und müssen mit dem Punkt leben. Philipp Bargfrede (Werder Bremen)

Junuzovic bringt Schwung ins Spiel

Die Rothosen blieben zunächst gefährlicher. Nach einem Abschlag von Mathenia stand Andre Hahn plötzlich allein vor Jiri Pavlenka und verlangte dem Werder-Keeper mit einem Heber alles ab (56.), vier Minuten später scheiterte Wood aus spitzem Winkel nur knapp an dem Tschechen. Nouri reagierte und brachte mit dem lange verletzten Zlatko Junuzovic und Maximilian Eggestein zwei frische Mittelfeldakteure (63.).

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Und die brachten durchaus Leben rein. Fin Bartels (71.) läutete mit einem gefährlichen Flachschuss eine spannende Schlussphase ein, in der plötzlich auch Werder wieder auf Sieg spielte. Am Ende blieb es aber beim 0:0.

Wir haben eine kämpferische Leistung gezeigt, leider aber unsere Chancen nicht genutzt. Andre Hahn (Hamburger SV)

SPIELER DES SPIELS: JIRI PAVLENKA

Jiri Pavlenka sicherte dem SV Werder Bremen mit seinen Paraden heute den Punkt gegen den HSV. Alle sieben Torschüsse, die auf sein Tor kamen, parierte der Werder-Schlussmann, teils mit sehenswerten Paraden. Kein anderer Keeper hat in dieser Saison so viel auf den Kasten bekommen und dennoch die Null gehalten.

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BILDER DES SPIELS

Thomas Delaney hat die erste Chance der Partie
Thomas Delaney hat die erste Chance der Partie
Mathenia pariert aber gegen den Dänen und auch Belfodils Hackentrick im Anschluss kann der HSV klären
Mathenia pariert aber gegen den Dänen und auch Belfodils Hackentrick im Anschluss kann der HSV klären
Danach hat der HSV die Werder-Offensive aber weitgehend im Griff
Danach hat der HSV die Werder-Offensive aber weitgehend im Griff
Jiri Pavlenka verhindert mehrfach eine HSV-Führung und ist damit der Mann des Spiels
Jiri Pavlenka verhindert mehrfach eine HSV-Führung und ist damit der Mann des Spiels