Zusammenfassung

  • Trotz der Niederlage in Frankfurt ist der HSV noch nicht abgestiegen

  • Am 34. Spieltag brauchen die Hamburger einen Sieg über Mönchengladbach

  • Damit Hamburg die Relegation erreicht, darf Wolfsburg gegen Köln nicht punkten

Frankfurt – Trotz der 0:3-Niederlage bei Eintracht Frankfurt hat der Hamburger SV noch immer die Chance auf den Klassenerhalt. Um dem ersten Abstieg der Bundesliga-Geschichte doch noch zu entgehen muss der HSV sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen und auf den 1. FC Köln hoffen.

Es sollte der nächste große Schritt in Richtung Rettung werden. Doch der Schuss ging nach hinten los. Nach 90 Minuten stand für den Hamburger SV in Frankfurt eine deutliche 0:3-Niederlage zu Buche. Und dennoch: Abgestiegen ist der Bundesliga-Dino trotzdem noch nicht! Am 34. Und letzten Spieltag können die Hanseaten zwar nicht mehr den direkten Klassenerhalt schaffen, ein Umweg über die Relegation – wie in den Jahren 2014 und 2015 – ist aber weiterhin möglich.

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Hamburg muss siegen und hoffen

Dafür müssen die Hamburger das letzte Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach im heimischen Volkspark aber unbedingt gewinnen. Dieses Unterfangen dürfte kein leichtes werden, immerhin kämpfen die Borussen selbst noch um ein Ticket für die Europa League. Und selbst ein Sieg allein würde dem Bundesliga-Dino nicht reichen.

Denn sollte der VfL Wolfsburg im Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen 1. FC Köln mindestens einen Punkt holen, wäre eine Hamburger Rettung aufgrund des deutlich schlechteren Torverhältnisses wohl kaum mehr möglich. Die Hamburger müssen also darauf hoffen, dass sich das Tabellenschlusslicht und schwächste Auswärtsteam der Liga nochmal mit drei Punkten in die 2. Bundesliga verabschiedet.

Freiburg braucht noch einen Punkt

Zumindest mit anderthalb Augen dürfte auch der Sport-Club Freiburg das Geschehen in Wolfsburg am letzten Spieltag verfolgen. Zwar würde den Breisgauern schon ein Punkt im Heimspiel gegen den FC Augsburg zum sicheren Ligaverbleib reichen, doch sollten die Freiburger verlieren, könnten sie bei einem Sieg der Wölfe zumindest noch auf den Relegationsplatz abrutschen. Direkt absteigen kann die Mannschaft von Trainer Christian Streich definitiv nicht mehr.

Video: Gelingt dem HSV wieder die Last-Minute-Rettung?

In Frankfurt hätte derweil auch alles anders kommen können: Denn das erste Tor der Partie erzielte der HSV. Allerdings stand der quirlige Ito bei seinem Treffer in der 26. Spielminute knapp im Abseits und so jubelten die Rothosen zu früh. „Wir hatten gute Möglichkeiten. Mit einer Führung oder dem Ausgleich wäre das Spiel wohl anders weitergelaufen“, bilanzierte HSV-Trainer Christian Titz, der nach dem Spiel dennoch anerkennen musste: „Insgesamt hat die Eintracht verdient gewonnen."

"Werden uns nicht aufgeben"

Dass diese Niederlage den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte bereits unvermeidbar eingeleitet haben könnte, daran wollte bei den Hamburgern allerdings niemand glauben. „Die Mannschaft sieht die Hoffnung auf den Relegationsplatz noch. Ich bin mir sicher, dass die Jungs sich nicht aufgeben werden. Vor dem nächsten Spieltag ist noch nichts entschieden“, so Titz.

Nicht nur Bobby Wood war die Enttäuschung in Frankfurt anzumerken
Nicht nur Bobby Wood war die Enttäuschung in Frankfurt anzumerken © gettyimages / Matthias Hangst

Davon ist auch sein Kapitän Gotoku Sakai überzeugt: „Bis zum 0:2 haben wir es gut gemacht, nur leider hat das erste Tor nicht gezählt. Wir haben gut dagegengehalten, aber am Ende hat uns die Konzentration gefehlt. Das müssen und wollen wir im letzten Spiel besser machen.“

Sollte dies gelingen und der Hamburger SV gegen Borussia Mönchengladbach tatsächlich den insgesamt achte Saisonsieg einfahren, könnten die leidgeprüften Hanseaten dem Abstiegs-Tod ein weiteres Mal von der Schippe springen. Dafür brauchen sie dann allerdings Unterstützung aus Köln.