Mit 37 Punkten hat der Hamburger SV nun einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht - © gettyimages / Stuart Franklin
Mit 37 Punkten hat der Hamburger SV nun einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht - © gettyimages / Stuart Franklin
Bundesliga

HSV: Nordderby gewonnen – Klassenerhalt fast perfekt

Hamburg - Die Erleichterung war förmlich zu spüren. Ausgelassen feierten die Spieler des Hamburger SV am Freitagabend im Volksparkstadion mit ihren Fans. Durch den hart erkämpften 2:1-Heimsieg im Nordderby haben die Rothosen mit 37 Punkten einen sehr großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Zum Matchwinner wurde Stürmer Pierre-Michel Lasogga, der beide Tore erzielte, sowie Torwart Jaroslav Drobny, der einen Strafstoß von Claudio Pizarro entschärfte.

Bei Müller ging nichts mehr

Es lief die 35. Spielminute als es die meisten der 57000 Fans nicht mehr auf ihren Sitzen hielt. "Wer nicht hüpft, der ist ein Bremer", schallte es durch das ausverkaufte Volksparkstadion. Und die HSV-Fans ließen sich nicht lange bitten. Bis dato hatte das Team von Trainer Bruno Labbadia eine fast perfekte Vorstellung abgegeben und führte völlig verdient bereits mit 2:0. Beide Tore erzielte Stürmer Pierre-Michel Lasogga, der seine 666 Minuten andauernde Flaute beendete - und wie. Sein erstes Tor bereitete Nicolai Müller mustergültig vor. Beim zweiten Streich traf Lasogga per Kopf nachdem Linksverteidiger Matthias Ostrzolek eine perfekt geschlagene Flanke in den Werder-Strafraum schlug.

"Ich bin zurück und froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte", so Lasogga, der sich allerdings seine fünfte Gelbe Karte abholte und im Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz fehlen wird (zum ganzen Interview). Er zog in der Torjägerliste mit seinem Teamkollegen Nicolai Müller gleich (beide acht Tore), der in der Halbzeit verletzt ausgewechselt werden musste. "Ich hatte alles auf eine Karte gesetzt und dann ging zur Halbzeit nichts mehr. Ich muss mal sehen, was der Doc sagt. Aber ich frage mich echt, warum wir in der zweiten Halbzeit so den Faden verloren haben", erklärte Nicolai Müller.

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