Zusammenfassung

  • Der Hamburger SV holt den ersten Punkt nach dem Trainerwechsel

  • Hollerbach sieht bereits erste Fortschritte im Spiel seiner Mannschaft

  • Bis zum ersten Auftritt vor eigenem Publikum gibt es noch viel zu tun

Leipzig - Der Hamburger SV hat nach dem Trainerwechsel von Markus Gisdol zu Bernd Hollerbach ein erstes Erfolgserlebnis gefeiert. Das 1:1 beim Champions-League-Kandidaten RB Leipzig hat gezeigt, was auch Hollerbach nach dem Abpfiff noch einmal betonte: "Der HSV lebt!"

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Es sah zunächst alles danach aus, als sollte die Misere des HSV weiter gehen. Schon nach neun Minuten lagen die Gäste in Leipzig in Rückstand. Bruma hatte den Führungstreffer erzielt. "Am Anfang hat man gemerkt, dass die letzten Wochen nicht spurlos an der Mannschaft vorübergegangen sind", sagte Hollerbach nachher. Vier Niederlagen in Folge haben das Selbstvertrauen der Spieler merklich angegriffen.

Doch die Elf, die der Trainer im Vergleich zur Vorwoche auf fünf Positionen verändert hatte, gab sich nicht auf. Nach 29 Minuten konnte Filip Kostic den Ausgleichstreffer erzielen. Ein Pass von Gideon Jung in den Lauf des Angreifers und schon machte sich Kostic auf den Weg, lief an RB-Torwart Peter Gulacsi vorbei und schob den Ball ins Tor.

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Der Torschütze freute sich nachher über den Punktgewinn, weniger über seinen eigenen Treffer: "Es ist für mich wichtig, wie das Team spielt, nicht, wer das Tor macht. Es war ein sehr wichtiger Punkt." In der Tat, denn auch die Tabellennachbarn 1. FC Köln und SV Werder Bremen holten am Wochenende einen Zähler. Kostic betonte: "Hamburg muss drin bleiben, Platz 17 ist keine Position, auf die der HSV gehört." Aktuell ist es aber die Position, die er inne hat.

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Hollerbach sah bereits erste Fortschritte im Spiel des Bundesliga-Dinos: "Wie sich die Mannschaft ins Spiel reingebissen hat, war klasse. Nach dem 1:1 hat man gemerkt, dass sich beim einen oder anderen die Handbremse gelöst hat. Wichtig war, dass wir uns geschlossen gezeigt haben, dass wir gut organisiert waren und den Leipzigern das Leben schwer gemacht haben. Jeder hat sich reingehauen, das ist die Grundvoraussetzung. Ich glaube, mit jedem Erfolgserlebnis wird der Fußball auch wieder besser."

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Auf das erste Erfolgserlebnis soll am kommenden Wochenende ein weiteres folgen. Genug Vorbereitungszeit bleibt der Mannschaft, denn der HSV muss erst am Sonntag, den 4. Februar um 18 Uhr wieder ran. Dann ist Hannover 96 in Hamburg zu Gast. Der erste Auftritt von Hollerbach vor eigenem Publikum. "Wir müssen noch viel arbeiten bis dahin, es wird ein ganz schweres Spiel gegen Hannover", weiß der Coach. In Hamburg wächst die Hoffnung, dass unter Hollerbach die Wende gelingen kann. Er selbst ist sich sicher: "Der HSV lebt!"