Zusammenfassung

  • Der HSV ist seit 14 Bundesliga-Spielen sieglos (fünf Remis, neun Niederlagen) und stellte damit seinen Negativrekord aus der Spielzeit 1966/67 ein.

  • In der Bundesliga-Historie feierte Hertha BSC gegen keinen anderen Club so viele Siege wie gegen den HSV (30); darunter auch beide Saisonspiele 2017/18.

  • Erstmals diese Saison konnten die Berliner eine Bundesliga-Partie nach einem zwischenzeitlichen Rückstand gewinnen.

Hamburg - Die Negativserie des Hamburger SV geht auch unter Neu-Trainer Christian Titz weiter, die Rothosen bleiben in akuter Abstiegsgefahr. Beim Bundesliga-Debüt des dritten Trainers in dieser Saison verlor der Tabellenvorletzte zu Hause gegen Hertha BSC mit 1:2 (1:0).

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FANTASY HEROES: Douglas Santos (15 Punkte) / Valentino Lazaro (11) / Vladimir Darida (10)

Douglas Santos (25.) hatte den HSV gegen die Berliner zunächst in Führung gebracht, in der zweiten Hälfte brachen die Gastgeber aber ein. Valentino Lazaro (56.) und der eingewechselte Salomon Kalou (63.) drehten die Partie für die Hertha innerhalb von nicht einmal zehn Minuten.

Nach nun 14 Spielen ohne Sieg hat der Traditionsclub aus Hamburg weiter sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Berlin kann indes etwas aufatmen. Das Team von Pal Dardai hat nach vier Spielen wieder gewonnen und die europäischen Plätze immerhin wieder im Blickfeld.

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Titz hatte die Partie als "Riesenchance" bezeichnet und krempelte die Hamburger nach einer intensiven Trainingswoche ordentlich um. Vor 52.195 Zuschauern brachte er im Vergleich zum 0:6 gegen Bayern München gleich fünf Neue.

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Unter anderem kehrte U21-Europameister Julian Pollersbeck zurück ins Tor, im Angriff vertraute Titz Supertalent Jann-Fiete Arp. Auch der Kapitän der Regionalliga-Mannschaft, Matti Steinmann, erhielt eine Chance. Und so war die HSV-Startelf mit 23 Jahren und 359 Tagen so jung wie zuletzt am 5. Januar 1974.

"Die erste Halbzeit war ordentlich. Nach der Pause kamen wir nicht mehr ins Spiel, standen zu tief. Es scheint so, als gäbe es immer wieder die gleichen Fehler." Thomas von Heesen (sportlicher Berater Hamburger SV)

Der HSV suchte im Spiel nach vorne spielerische Lösungen. Zwingende Torchancen waren aber trotzdem zunächst Mangelware. Die Hertha hatten die erste gute Möglichkeit, doch Pollersbeck parierte den Schuss von Vladimir Darida (18.) aus kurzer Distanz mit einem überragenden Reflex. Als die Hertha danach immer besser wurde, stach der HSV zu. Filip Kostic bediente den startenden Santos, der Brasilianer behielt alleine vor dem Tor die Nerven und schob Rune Jarstein den Ball durch die Beine zum Führungstreffer. Wiederum Pollersbeck rettet dem HSV gegen Ibisevic (39.) die Halbzeitführung.

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"Wir haben nach der Pause nach vorne verteidigt, mehr gepresst. Zum Glück haben wir dann die Tore gemacht. Wir sind sehr zufrieden." Marvin Plattenhardt (Spieler Hertha BSC)

Nach der Pause erhöhten die Berliner noch einmal den Druck und drängten entschlossener nach vorne, der HSV hatte Mühe sich zu befreien. Der Treffer von Lazaro, der eine gut getimte Flanke von Nationalspieler Marvin Plattenhardt über die Linie drückte, hatte sich zuvor angedeutet. Kalou stellte mit seinem ersten Ballkontakt aus kurzer Distanz auf 2:1 aus Sicht der Hertha.

SID

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Spieler des Spiels: Valentino Lazaro

Valentino Lazaro beendete mit seinem zweiten Saisontor in der 56. Minute die Berliner Torflaute und war insgesamt an den meisten Torschüssen aller Spieler beteiligt (zwei abgegeben, vier vorgelegt)

Bilder des Spiels

Douglas Santos schiebt Rune Jarstein den Ball durch die Beine zum 1:0 für den HSV
Douglas Santos schiebt Rune Jarstein den Ball durch die Beine zum 1:0 für den HSV © gettyimages / Oliver Hardt
Vedad Ibisevic hat mehrere gute Chancen für die Hertha
Vedad Ibisevic hat mehrere gute Chancen für die Hertha © gettyimages / Oliver Hardt
Julian Pollersbeck nutzt seine Chance im Tor der Hamburger und hält stark
Julian Pollersbeck nutzt seine Chance im Tor der Hamburger und hält stark © gettyimages / Oliver Hardt
Die Hertha darf jubeln - Salou trifft kurz nach seiner Einwechslung zum 2:1 für die Berliner
Die Hertha darf jubeln - Salou trifft kurz nach seiner Einwechslung zum 2:1 für die Berliner © gettyimages / Oliver Hardt
Die Spieler des HSV und der Hertha setzen ein Zeichen gegen Diskriminierung -
Die Spieler des HSV und der Hertha setzen ein Zeichen gegen Diskriminierung - "Strich durch Vorurteile" © gettyimages / Oliver Hardt