Zusammenfassung

  • Nach zuvor drei ungeschlagenen Bundesliga-Spielen musste der HSV wieder eine Niederlage hinnehmen

  • Alle sieben Saisonsiege fuhr Frankfurt mit einem Tor Differenz ein

  • Als Spieler und Trainer erlebte Niko Kovac sein 300. Bundesliga-Spiel (241 bzw. 59 Partien

Hamburg - Dem Hamburger SV drohen erneut frostige Feiertage. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol verlor ihr letztes Heimspiel des Jahres mit 1:2 (1:2) gegen Eintracht Frankfurt Der HSV steckt nach 16 Spielen mit nur 15 Punkten im Tabellenkeller fest und könnte auf einem Abstiegsplatz überwintern.

FANTASY HEROES: Timothy Chandler (14 Punkte), Kyriakos Papadopoulos (12), Aaron Hunt (11)

Die frühe Führung per Kopf von Kyriakos Papadopoulos (9.) schenkten die Hamburger leicht her. Nach einer Kette individueller Fehler traf Marius Wolf schnell zum Ausgleich (16.). Sechs Minuten später nutzte Mijat Gacinovic das nächste große Loch in der HSV-Abwehr zur Gäste-Führung (24.). Mit bereits 25 Punkten mischt die Eintracht mit Trainer Niko Kovac munter im Rennen um die Europacupplätze mit. Auswärts sind die Hessen mit nun 18 Zählern sogar die derzeit stärkste Mannschaft der Liga.

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Der HSV erwischte den besseren Start und stellte die Frankfurter Abwehr vor allem mit dem schnellen Filip Kostic immer wieder vor Probleme. In einem Laufduell mit dem Serben verletzte sich dann auch noch Eintracht-Kapitän David Abraham und musste früh gegen Carlos Salcedo ausgewechselt werden (8.). Die HSV-Führung war verdient.

Kopfball Kyriakos Papadopoulos und schon Hamburg führt nach neun Minuten
Kopfball Kyriakos Papadopoulos und schon Hamburg führt nach neun Minuten © imago / 31733905

Doch die Gäste kamen schnell zurück - weil die Hausherren beim Ausgleich fleißig mithalfen. Erst erlaubte sich Dennis Diekmeier einen haarsträubenden Fehlpass, dann verweigerte Walace den Zweikampf mit Wolf, der auch noch Torwart Christian Mathenia schlecht aussehen ließ. Die Hamburger verloren danach völlig die Linie.

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"Wir waren fast 20 Minuten gar nicht im Spiel. Das war extrem scheiße, ansonsten haben wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Ein bitteres Ergebnis für uns." Dennis Diekmeier (Hamburger SV)

In der Halbzeitpause schöpften die Rothosen frischen Mut und kamen in Person des bis dato blassen Jann-Fiete Arp zur ersten Torannäherung (49.). Drei Minuten später drehte Diekmeier jubelnd ab - doch Schiedsrichter Manuel Gräfe erkannte das allererste Profitor Tor des langjährigen HSV-Profis wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht an.

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"Auch wenn es am Ende sehr eng war, bin ich sehr froh über den Sieg. Die Mannschaft hat absoluten Siegeswillen gezeigt. Obwohl wir zwei Verletzungen hatten und einige Spieler zum Schluss auf der Felge geaufen sind." Niko Kovac (Trainer Frankfurt)

Die Eintrach konzentrierte sich fast nur noch auf die Defensive. Die Hamburger bedrängten das Tor von Lukas Hradecky in der Schlussphase vehement. Die letzte Chance zum Punktesammeln im Jahr 2017 hat der HSV schon am Freitag in Mönchengladbach. Frankfurt trifft am Samstag auf Schalke 04.

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Spieler des Spiels: Timothy Chandler

Timothy Chandler feierte 53 Tage nach seiner gegen Dortmund zugezogenen Meniskusverletzung im rechten Knie sein Comeback und bereitete in seinem 178. Bundesliga-Spiel erstmals zwei Tore vor. Trotz der langen Pause lief der Amerikaner gute 10,9 Kilometer.

Bilder des Spiels

Jubel beim HSV nach dem Blitzstart
Jubel beim HSV nach dem Blitzstart © gettyimages / Rose / Bongarts
Der Frankfurter Marius Wolf dreht zum Torjubel ab nach dem 1:1
Der Frankfurter Marius Wolf dreht zum Torjubel ab nach dem 1:1 © imago / emspor
Luka Jovic mit einer von vielen Eintracht-Chancen in der ersten Hälfte
Luka Jovic mit einer von vielen Eintracht-Chancen in der ersten Hälfte
Hamburg und Frankfurt lieferten sich ein kampfbetontes Spiel
Hamburg und Frankfurt lieferten sich ein kampfbetontes Spiel © gettyimages / Rose / Bongarts