In Bremen steigt das erste Semifinale des Premiere-Ligapokals. bundesliga.de erklärt, warum die Hansestadt nicht nur für ihre Fußball-Profis berühmt ist.

Das Weserstadion ist am 1. August der Austragungsort des ersten Halbfinales des Premiere-Ligapokals 2006 zwischen dem gastgebenden SV Werder Bremen und dem Hamburger SV.

Die Spielstätte, die rund 43.000 Zuschauern Platz bietet, gehört mit Sicherheit zu den schönsten Stadien im ganzen Land. Packende Europapokalspiele mit begeisternder Atmosphäre schufen den Mythos vom "Wunder von der Weser".

Stadtmusikanten tragen Bremens Namen in alle Welt

Dennoch sind nicht die Fußballer die bekanntesten Bremer. Auch keine Schauspieler oder Politiker, sondern ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn. Zusammen sind sie die vier Bremer Stadtmusikanten aus dem Märchen der Gebrüder Grimm und machten die 1.200 Jahre alte Hansestadt in der ganzen Welt berühmt.

In Bremen gibt es natürlich gleich mehrere Darstellungen der vier Tiere; die berühmteste steht an der Westseite des Rathauses und wurde 1951 vom Bildhauer Gerhard Marcks aus Bronze geschaffen.

Bremer Roland wacht über die Bürgerschaft

Direkt nebenan, mitten auf dem historischen Marktplatz - UNESCO-Weltkulturerbe seit 2004 - , wacht seit 600 Jahren die ehrwürdige Figur des Roland über die Stadt. Für die knapp 550.000 Einwohner Bremens ist er das steinerne Symbol für die städtische Freiheit.

Ein weiteres unverwechselbares Wahrzeichen der Hansestadt ist das Schnoorviertel. Wie Perlen auf einer Schnur (Plattdeutsch: "Schnoor") sind die kleinen Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert in Bremen ältestem Viertel aneinandergereiht. Die Gemütlichkeit des Viertels spiegelt sich in den engen Gassen sowie in den Geschäften und Cafés wieder.

Theater auf dem Wasser

An der Schlachte, wie die historische Uferpromenade bezeichnet wird, kann man hervorragend entlang des Flusses bummeln und die Seele baumeln lassen.

In der Stadt mit der hanseatischen Tradition des Hafens und des Lebens mit der Weser begeben sich auch die Kulturschaffenden auf das Wasser. 2002 verlegten sie die "Bretter, die die Welt bedeuten" auf schwankende Planken: in der Schlachte lädt das "Theaterschiff" jeden Abend zu Vorstellungen ein.

Bremen als WM-Gastgeber

Das schlechte Wetter brachte Bremen den zweifelhaften Ruf ein, die südlichste Stadt Englands zu sein. Dafür kommt den Norddeutschen das Renommee einer internationalen Technologie-Hochburg sicher gelegen, zu dem die Eröffnung des Universum Science Center im Jahr 2000 beigetragen hat.

In der Hansestadt beherrschen übrigens nicht nur die Profis von Werder den Umgang mit dem runden Leder: Im Juni 2006 fand die zehnte Robocup-Weltmeisterschaft in der Messe Bremen statt. Das Fußballturnier der Maschinen wurde sogar im Fernsehen übertragen.

Denis Huber

Es 'kribbelt' in den Beinen:Das Video zum Premiere-Ligapokal