Hamburg - Als St. Paulis Mathias Hain am Mittwochvormittag das Training nach einem Zusammenprall mit Kapitän Fabio Morena abbrechen musste, hatte der Keeper bereits ein sehr ungutes Gefühl - vorsichtig formuliert. "Es hat geknackst", gab der Keeper Physiotherapeut Peter Ott zu verstehen.

Ott schaute sich den Unterarm kurz an und schickte Matze daraufhin sofort zum Arzt. Nach einer eingehenden Untersuchung musste Mannschaftsarzt Dr. Johannes Holz dem Torhüter die bittere Diagnose beibringen: "Mathias Hain hat sich die Elle am linken Unterarm gebrochen. Die Fraktur muss zwar nicht operiert werden - er bekommt eine Schiene an den Arm - aber die nächsten fünf bis sechs Wochen wird er ausfallen", so Dr. Holz.

Hain "sehr geknickt"

Nach der Diagnose rang der 38-Jährige im wahrsten Sinne des Wortes um Worte. "Ich bin gerade sehr geknickt, das muss ich erst einmal verarbeiten", so der Torhüter. Nur Augenblicke später zeigte sich aber schon wieder der Vollprofi und Teamplayer in Hain: "Das war es jetzt zwar für mich in dieser Saison, aber wichtig ist ohnehin nur die Mannschaft und unser Spiel am Sonnabend gegen Bremen."

"Das ist bitter, fast schon tragisch" bedauert Cheftrainer Holger Stanislawski die Verletzung des Torhüters. "Matze war gerade wieder fit. So wie es momentan aussieht, werden wir in dieser Saison nicht mehr auf ihn zurückgreifen können."