München - Einen Tag vor dem Supercup-Duell gegen Borussia Dortmund (Infografik: Das Duell der Besten) hat Pep Guardiola, Trainer des FC Bayern München, noch einmal die Bedeutung der Partie zwischen dem Deutschen Meister und dem Vizemeister hervorgehoben.

"Es ist ein Finale, kein Testspiel", betonte Guardiola am Mittag auf einer Pressekonferenz. Auch Manuel Neuer, der am Montag sogar eine Extraschicht einlegte, um in den Rhythmus zu kommen, stellte klar: "Es ist ein Pflichtspiel. Wir nehmen das Spiel ernst und wollen den Titel gewinnen."

"Acht oder neun fitte Spieler"

Aus diesem Grund möchte Guardiola auch mit seiner besten Mannschaft im Signal Iduna Park (Hintergrund: Mythos Südtribüne) auflaufen. Allerdings ist die personelle Situation beim Rekordmeister äußerst angespannt. "Wir haben acht oder neun fitte Spieler, nicht mehr", sagte Guardiola mit Blick auf verletzte und angeschlagene Spieler wie Thiago, Franck Ribéry und Rafinha sowie die erst vor wenigen Tagen ins Mannschaftstraining eingestiegenen WM-Fahrer.

Erst nach dem letzten Training wird der Spanier endgültig entscheiden, welche Spieler die Reise nach Dortmund antreten werden und in welchem System er seine Mannschaft aufstellt. Die im DFB-Pokalfinale erfolgreich genutzte Dreierkette ist dabei zwar eine Option, aber kein Muss. "Damit haben wir ihre Konteraktionen gut kontrolliert, aber wir haben mit dem Ball nicht überragend gespielt", erklärte Guardiola (Infografik: Die Trainer im Vergleich).

Auf das Duell mit dem BVB, der ihm im Vorjahr im Supercup die erste Pflichtspielniederlage als Trainer der Münchner zugefügt (Rückblick: Supercup 2013) hatte, freut sich Guardiola. "Ich möchte immer gegen die besten Mannschaften der Welt spielen", sagte der 43-Jährige. "Dortmund ist eine super Kontermannschaft mit einer sehr guten Defensivstruktur. Sie haben große Qualität in der Mannschaft."