Verband: Hellenic Football Federation

Gegründet: 1926

FIFA-Mitglied seit: 1927

Bisherige WM-Teilnahmen: 2

WM-Erfolge: keine

Geschichte des Fußballs in Griechenland:

Schon die Griechen der Antike haben Ballspiele genossen und betrieben. Fußball kam aber erst Ende des 19. Jahrhunderts zu den Hellenen. Um 1890 soll es in Izmir den ersten Verein gegeben haben. Nach der Gründung eines nationalen Verbandes 1926 fand drei Jahre später das erste Länderspiel statt (1:4 gegen Italien). Auf nationaler Ebene fand 1906 erstmals eine Meisterschaft statt. Die aktuelle Spitzenliga in Greichenland nennt sich Superleague Ellada. Seit der abgelaufenen Spielzeit sind 18 Teams erstklassig. Rekordmeister in Griechenland ist Olympiacos Piräus mit 41 Titeln. Allein 15 der vergangenen 17 Spielzeiten endeten mit dem Titelgewinn von Piräus.

WM-Geschichte:

Rehhagel scheitert 2010 in der Vorrunde

Viele Jahrzehnte lang gehörte Griechenland zu den "Fußballzwergen" Europas. Erst 1980 waren die Hellenen erstmals bei einer Europameisterschaft dabei. Es dauerte weitere 14 Jahre, bis sie erstmals zu einer WM fuhren. 1994 beendete "Hellas" die WM in den USA mit 0:10 Toren. Die Geschicke des griechischen Fußballs änderten sich, als Otto Rehhagel im Sommer 2001 das Amt des Nationaltrainers übernahm. Nach dem Europameistertitel 2004 nahm Griechenland auch an der WM 2010 teil. Doch wieder endete das Turnier in der Vorrunde, was zugleich das Ende der Rehhagel-Ära bedeutete. 

Star und Trainer:

Rekordnationalspieler Giorgos Karagounis ist seit einer gefühlten Ewigkeit Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Griechen. Dortmunds Sokratis gehört zu den jungen Hoffnungsträgern in der starken Defensive. Im Angriff setzt man auf Erfahrung (Theofanis Gekas, Giorgios Samaras) und auf Spritzigkeit (Kostas Mitroglou). Angeführt werden die Griechen von Fernando Santos. Der Portugiese trat 2010 die Nachfolge von Rehhagel an und führte das Team bei der EURO 2012 immerhin ins Viertelfinale. Vor seiner Zeit als Nationalcoach war Santos immerhin drei Mal Trainer des Jahres in Griechenlands Superleague.

Griechenland und die Bundesliga:

Sokratis verteidigt bei Borussia Dortmund

Als Student fand Dimitrios Daras Anfang der 1970er Jahre den Weg nach Deutschland. Der griechische Fußballer sollte es bis in die Bundesliga schaffen, wo er vier Einsätze für Werder Bremen hatte. Von 1985 bis 1988 absolvierte Minas Hantzidis 27 Bundesliga-Spiele für Leverkusen und Bochum. Der Deutsch-Grieche Dimitrios Tsionanis stand 146 Mal für Waldhof Mannheim auf dem Bundesliga-Rasen. Die Zeiten, in denen Griechen in der Bundesliga aber selten waren und eher belächelt wurden, sind spätestens seit der EURO 2004 Geschichte. Kicker wie Theofanis Gekas (Bochum, Leverkusen, Hertha BSC, Frankfurt), Kostas Konstantinidis (Hertha BSC, Hannover), Sotirios Kyrgiakos (Frankfurt, Wolfsburg), Ioannis Amanatidis (Stuttgart, Frankfurt, FCK) oder Angelos Charisteas (Bremen, Nürnberg, Schalke) avancierten zu Publikumslieblingen bei ihren Vereinen. Heute spielen unter anderem Kyriakos Papadopoulos (Schalke) und Sokratis Papastathopoulos (Dortmund) in der Bundesliga.