Meisterschaft, Torjägerkanone und nun "Fußballer des Jahres": Für Wolfsburgs Stürmer Grafite ist mit dem "Triple" innerhalb von wenigen Wochen ein Traum in Erfüllung gegangen. Der 30 Jahre alte Brasilianer wurde von Deutschlands Sportjournalisten zum "Fußballer des Jahres" 2009 gekürt und tritt damit die Nachfolge von Franck Ribery an.

Die tolle Saison 2008/2009 des VfL rundete auch noch die Wahl von Meistermacher Felix Magath zum "Trainer des Jahres" 2009 ab.

"Ohne die Mannschaft und ohne den Trainer hätte ich diesen Erfolg nicht haben können. Ich bin überglücklich", sagte Grafite freudestrahlend. Der Stürmer zauberte mit Edin Dzeko und Zvjezdan Misimovic im "magischen Dreieck" des VfL und erzielte 28 Treffer. Für Magath ist die Ehrung von Grafite, dessen einzigartiges Solo gegen Bayern München besonders für Furore gesorgt hatte, deshalb "verdient. Er hat eine wichtige Rolle für die Mannschaft gespielt und aus seinen Möglichkeiten das Maximale herausgeholt."

Magath "Trainer des Jahres"

Magath selbst wurde zum dritten Mal nach 2003, damals als Coach beim VfB Stuttgart, und 2005 (Bayern München) zum besten Trainer der Saison gekürt. "Der Titel mit Wolfsburg und diese Auszeichnung sind etwas Besonderes für mich", verdeutlichte der neue Trainer von Schalke 04.

Grafite, der beim VfL bereits seinen Vertrag bis 2012 verlängert hat, erhielt bei der seit 1960 durchgeführten Umfrage des Fachmagazins kicker mit 331 die Mehrheit der 1002 Stimmen und ist somit nach Ailton (2004) und Ribery (2008) der dritte ausländische Spieler, der die Wahl gewann.

Gomez auf Rang 2

Platz zwei hinter dem Torschützenkönig der vergangenen Bundesliga-Saison belegte der vor wenigen Wochen vom VfB Stuttgart zu Bayern München gewechselte Mario Gomez mit 171 Stimmen vor Grafites Wolfsburger Sturmpartner Dzeko (169). Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack vom FC Chelsea kam mit 7 Stimmen nur auf Platz 11. Der Münchner Ribery wurde diesmal Fünfter (65).

Magath kam auf 778 Stimmen und distanzierte den zweitplatzierten Stuttgarter Coach Markus Babbel (65) klar. Dritter wurde Lucien Favre von Hertha BSC Berlin (23). Auf Platz vier landete der letztjährige Zweitliga-Coach Michael Oenning (20), der mit dem 1. FC Nürnberg den Aufstieg schaffte.

Der Beste der Besten

Zum besten Fußballer aus 50 Jahren wurde "Kaiser" Franz Beckenbauer gekürt. Mit 357 Stimmen belegte der Präsident von Bayern München vor Uwe Seeler (121) und Gerd Müller (77) den ersten Platz. Er sei stolz, dass er nun noch einmal "besonders" herausgehoben wurde, meinte Beckenbauer zu seiner Wahl. Beckenbauer war 1966, 1968, 1974 und 1976 "Fußballer des Jahres".