Hamburg - Und wieder rettete er seinem Team einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf. Gojko Kacar war wie schon vor einer Woche in Mainz der Retter des Hamburger SV mit seinem Treffer zum 1:1 gegen Freiburg in der 90. Minute (Spielbericht).

Durch das Unentschieden halten die Hamburger den Gegner weiter auf Abstand. Kacar und der HSV schauen aber bereits schon auf das nächste "Endspiel" am kommenden Samstag beim VfB Stuttgart.

Frage: Herr Kacar, mit dem zweiten Tor im zweiten Spiele in Folge haben Sie ihrem Team insgesamt drei Punkte gerettet. Wie glücklich sind Sie, dass sie den wichtigen Ausgleich noch erzielen konnten?

Gojko Kacar: Ich bin sehr glücklich. Wir haben Freiburg auf Distanz gehalten, das ist das Wichtigste. Ein 1:1-Unentschieden zu holen mit dieser Leistung ist gut für uns.

"Nur mit dem Willen das Tor gemacht"

Frage: Warum hat sich der HSV gegen den SC Freiburg bis zuletzt so schwer getan?

Kacar: Heute muss man ehrlich sagen, dass wir nicht so gut waren. Wir waren von Anfang an nicht im Spiel. Unsere Körpersprache war heute nicht gut. Zum Glück haben wir haben wir noch einen Punkt gewonnen. Die Freiburger standen sehr kompakt. Sie haben clever gespielt und auch ein wenig Zeit geschunden und deswegen haben sie ein Tor geschossen.

Frage: Spielerisch war es gegen den SC Freiburg alles andere als eine Offenbarung. Warum haben Sie keine spielerischen Mittel gefunden den SC unter Druck zu setzen?

Kacar: Wenn man unten steht, dann kann man nicht so schön spielen. Freiburg hat unsere Spielweise erwartet und auf Konter gespielt. Nur mit dem Willen haben wir noch das Tor gemacht. Außerdem können wir uns auch bei Rene Adler bedanken, der  heute auch einen sehr guten Tag gehabt hat.

Frage: Was haben Sie bei ihrem Kopfballtor gedacht? Waren Sie sich sofort sicher, dass der Treffer zählt?

Kacar: Ich war enttäuscht, weil ich ein paar Minuten zuvor einen Abpraller mit dem Fuß nicht so gut getroffen habe. Aber ich habe wieder daran geglaubt, dass ich noch einmal eine Chance bekommen werde. Und am Ende habe ich den Ball reingeköpft.  Die Erleichterung war groß. Meine einzige Möglichkeit ein Tor zu machen, ist nach Standardsituationen, da ich als Mittelfeldspieler nach hinten absichern muss und nur am Sechszehner auf die Abpraller warten kann.

"Wir haben Charakter gezeigt"

Frage: Nach zwei Siegen in Folge waren Fans und Mannschaft hoffnungsfroh mit einem Heimsieg einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu tun. Hat sich das Team selbst zu hohen Druck aufgebaut?

Kacar: Das glaube ich nicht. Wir wollten unbedingt gewinnen, aber wir waren heute nicht auf der Höhe. In der Schlussphase haben wir aber wie schon in den letzten beiden Spielen Charakter gezeigt. Jetzt haben wir den VfB Stuttgart vor der Brust und das wird ein sehr wichtiges Spiel, ein weiteres in dem wir viel mehr investieren müssen und das wir gewinnen wollen.

Frage: Schauen Sie sich am Samstag und Sonntag auch die Spiele der Konkurrenz an?

Kacar: Ja, wir werden die Spiele am Samstag und Sonntag gucken und schauen was die Konkurrenz macht. Aber wir müssen auf uns schauen und in Stuttgart gute Leistung bringen, dann können unsere Konkurrenten machen was sie wollen.

Aus Hamburg berichtet Alexander Barklage