München - Auf dem altehrwürdigen Gladbacher Bökelberg stürmten Horst Köppel und Jupp Heynckes zusammen und waren Bestandteil der erfolgreichsten Gladbacher Mannschaft aller Zeiten. In Frankfurt kreuzten sich die Wege der beiden Stürmer erneut. Köppel assistierte Heynckes als Cheftrainer in seiner wohl schwersten Saison. Am Ende mussten beide die Eintracht verlassen.

Horst Köppel spricht bei bundesliga.de über den Trainer und Menschen Jupp Heynckes und dessen Anteil an der überragenden Saison des FC Bayern.

bundesliga.de: Herr Köppel, wann haben Sie zuletzt mit Ihrem alten Weggefährten Jupp Heynckes gesprochen?

Horst Köppel: Persönlich gesehen haben wir uns zuletzt beim DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München in der vergangenen Saison. Doch wir haben zwischendurch immer wieder miteinander telefoniert.

bundesliga.de: Haben Sie schon Gelegenheit gehabt, Jupp Heynckes zu seiner äußerst erfolgreichen Saison zu gratulieren?

Köppel: Nein, noch nicht. Aber noch ist die Saison ja auch nicht vorbei. Auch wenn die Bayern sicher Deutscher Meister werden, bleiben da ja noch die Spiele in der Champions League und im DFB-Pokal. Obwohl ich den FCB dort in einer sehr guten Ausgangssituation sehe. Ich wünsche mir nur, dass sie im Champions-League-Halbfinale nicht auf Borussia Dortmund treffen würden, die meiner Meinung nach auch weiterkommen werden.

bundesliga.de: Welchen Anteil hat Jupp Heynckes als Trainer am Erfolg für Sie beim FC Bayern München?

Köppel: Ein Trainer hat immer großen Anteil an dem, was auf dem Platz passiert. Aber das prozentual zu benennen ist schwer. Jupp Heynckes ist immer sehr korrekt zu den Spielern und hat damit mit dieser Art und Weise immer Erfolg gehabt.

bundesliga.de Würde Jupp Heynckes seine Karriere mit dem Triple krönen?

Köppel: Ja, ganz bestimmt. Er ist so ein akribischer Arbeiter und bereitet den Erfolg der Mannschaft mit aller Nachhaltigkeit vor. Doch drei Titel in einem Jahr zu holen, ist nicht einfach. Ich traue es Jupp und seiner Mannschaft aber trotzdem zu. Auch weil er mit seinem Ehrgeiz einfach immer gewinnen will. Ich würde ihm den Erfolg vom Herzen gönnen.

Das Interview führte Steffen Hoss