Als Bayer Leverkusen im Sommer Jupp Heynckes als Nachfolger für Bruno Labbadia aus dem Hut zauberte, war es für viele eine große Überraschung.

Auf der einen Seite Heynckes, laut Kritiken ein Relikt vergangener Tage, und auf der anderen Seite die junge, launische Bayer-Elf. Ein Experiment, das zum Scheitern verurteilt schien. Doch weit gefehlt: Heynckes entpuppte sich als wahrer Glücksgriff. Der 64-Jährige brachte Ordnung und System in den früheren Hurra-Fußball der Leverkusener, sorgte für ein angenehmes Betriebsklima und machte aus Talenten wie Toni Kroos und Stefan Kießling feste Größen. Das ist auch in Zahlen lesbar. Bayer steht seit dem achten Spieltag ununterbrochen an der Tabellenspitze und blieb als einziges Profiteam die gesamte Hinrunde über ungeschlagen. Und ganz nebenbei arbeitet Heynckes an seiner eigenen Erfolgsgeschichte: Seit 23 Bundesligaspielen hat der Coach nicht mehr verloren, seine letzte Niederlage kassierte er am 27. Januar 2007 mit Gladbach in Cottbus (1:3).

Überblick|Trainer: Felix Magath|Glücksgriff: Jupp Heynckes|Enttäuschung: Hertha BSC |Torjäger: Stefan Kießling|Lazarett: Hamburger SV|Newcomer: Holger Badstuber|Schock: Robert Enke