Hamburg gewinnt gegen Bielefeld und pirscht sich wieder an die Spitze heran. Dortmund kommt gegen Cottbus nur zu einem Remis. Der neue Tabellenführer kommt aus Berlin. Die Hertha gewann am Samstag gegen den FC Bayern mit 2:1. Was sagen die Trainer? bundesliga.de fasst die Reaktionen zusammen.

Hamburger SV - Arminia Bielefeld 2:0 (1:0)

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Wir waren zwar dominant. Trotzdem haben wir beim ersten Tor und dem Elfmeter etwas Glück gehabt. Wenn wir etwas zielstrebiger nach vorne gespielt hätten, hätten wir mehr Tore machen können. Ich bin sehr froh, dass wir jetzt wieder oben dran sind und nicht erneut Punkte verschenkt haben. Bielefeld hat taktisch sehr gut gespielt, aber wenn man so spielt wie wir, will man eigentlich nicht bei einer 1:0-Führung zittern. Glücklicherweise hat Rost den Elfmeter gehalten.

Trainer Michael Frontzeck (Arminia Bielefeld): Gegen diese Spitzenmannschaften haben wir nur eine Chance wenn alles funktioniert. Das war nicht der Fall. Wir haben zu viele Fehler gemacht und unsere Chancen zum Ausgleich nicht genutzt. Mit vier Punkten aus den Spielen gegen Bremen, Berlin und Hamburg kann ich gut leben. Die wirklich schweren Spiele gegen die direkte Konkurrenz beginnen jetzt. Wir haben eine gute Ausgangsposition und die wollen wir nutzen.


Borussia Dortmund - Energie Cottbus 1:1 (1:1)

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Es war das Spiel, was wir erwartet haben. Cottbus ist schwer zu schlagen. Sie waren mit Kontern extrem gefährlich. Wir haben zu statisch gespielt, obwohl wir dennoch gute Chancen hatten, in Führung zu gehen.

Trainer Bojan Prasnikar (Energie Cottbus): Wir sind sehr zufrieden, dass wir einen Punkt bei einer guten Mannschaft geholt haben. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und wenig Chancen zugelassen, allerdings haben wir es versäumt, das zweite Tor zu machen. In der zweiten Halbzeit haben die Dortmunder Druck gemacht, aber auch wir haben uns gut gewehrt.


Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:0)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Wir haben sehr aufwendig gespielt, leider kommt bei uns zur Zeit dabei zu wenig heraus. Das Gegentor unmittelbar nach unserem Führungstreffer war für mich viel ärgerlicher als die vergebenen Torchancen. Trotzdem bin ich sicher, dass in den kommenden Wochen wieder bessere Ergebnisse folgen werden.

Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): Das 1:1 in Bremen war natürlich glücklich für uns. Außer Kampf hatte meine Mannschaft den Bremern wenig entgegenzusetzen. Besonders bei eigenem Ballbesitz war das kein Fußball, was wir da gespielt haben.

Hannover 96 - VfB Stuttgart 3:3 (2:2)

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): Mit einem Auge lache ich, mit dem anderen Auge weine ich. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt. Wie sie zurückgekommen ist, war einfach klasse. Ich hätte ihr gewünscht, dass sie sich die volle Belohnung abholt. Leider hat der Gegner noch einmal zurückgeschlagen.

Teamchef Markus Babbel (VfB Stuttgart): Ich weiß nicht, ob ich glücklich sein soll. Ich bin zwar schon ein wenig stolz, dass die Mannschaft nach dem Rückstand noch einmal zurückgekommen ist. Wer 2:0 führt, muss aber eigentlich gewinnen. Insgesamt ist das Ergebnis allerdings gerecht.

1. FC Köln - Karlsruher SC 0:0

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): Wenn ich sage, dass unser bester Mann Faryd Mondragon ist, sagt das eigentlich alles. Wir sind selten zu klaren Torsituationen gekommen. Es fehlte der genaue Pass und der Abschluss. Letztendlich muss man in einem solchen Spiel auch mit einem Punkt zufrieden sein. Denn der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Wir haben keine Mannschaft, die einen Gegner wie Karlsruhe mal so eben auseinandernimmt.

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): In der ersten Halbzeit haben wir für unsere Verhältnisse sehr guten Fußball gespielt. Aber es hat vor dem Tor der letzte Pass gefehlt und der Killerinstinkt. Das hat man bei der Doppelchance durch Federico und Timm gesehen. In der zweiten Halbzeit hat der FC das Spiel über weite Strecken dominiert, ohne allerdings große Möglichkeiten herauszuarbeiten. Wir hätten bei der Chance durch Federico sogar noch einen Sieg mitnehmen können. Aber wenn man die Spielanteile sieht, dann muss man unter dem Strich mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 0:2 (0:1)

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): Wir haben nicht gut gespielt. Wir konnten nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Das lag auch daran, dass drei, vier Spieler nicht ihr Leistungsvermögen abrufen konnten. Da war es natürlich sehr schwer gegen so eine clevere, robuste und ballsichere Mannschaft wie Wolfsburg. Es gilt jetzt, die Mannschaft wieder aufzubauen. Nächste Woche in Karlsruhe gibt es ein sehr wichtiges Spiel.

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Das war ein verdienter Erfolg. Wir haben die Partie gut kontrolliert und kamen gut ins Spiel. Wir hätten nach dem ersten Tor auch gleich das zweite machen können. In der zweiten Halbzeit war die Eintracht zu Beginn stärker, aber nach dem 2:0 war die Partie gelaufen. Ich freue mich über unsere Situation.

VfL Bochum - Schalke 04 2:1 (1:1)

Trainer Marcel Koller (VfL Bochum): Die Schalker hatten mehr Ballbesitz, aber wir hatten gute Möglichkeiten, noch mehr Tore zu erzielen. Es war ein sehr wichtiges Kampfspiel. Ich habe die Mannschaft eingeschworen, sich durchzubeißen und durchzukämpfen, das haben die Jungs gut gemacht. Wenn man bedenkt, welche personellen Probleme wir hatten, haben sie es auf dem Platz hervorragend umgesetzt und verdient gewonnen.

Trainer Fred Rutten (Schalke 04): Wir haben das Spiel ordentlich angefangen und in der ersten Halbzeit die Kontrolle gehabt. Aber wir hätten die Führung mit in die Kabine nehmen müssen. In der zweiten Halbzeit war unser Spiel nicht mehr so gut. Wir haben nach dem 1:2 noch alles versucht und hatten auch zwei oder drei Chancen. Wenn du so ein Spiel verlierst, tut das sehr weh.

Hertha BSC Berlin - Bayern München 2:1 (1:0)

Trainer Lucien Favre (Hertha BSC Berlin): Ich bin sehr zufrieden. Wir haben heute eine Einheit auf dem Platz gesehen. Das 2:1 war nicht unverdient. Ein Sieg gegen die Bayern - das genügt für heute.

Trainer Jürgen Klinsmann (Bayern München): Wir sind sehr enttäuscht und verärgert. Wir wollten hier drei Punkte holen. Aber wenn wir unseren Lauf wieder aufnehmen, der jetzt gegen Hamburg und Berlin unterbrochen wurde, werden wir oben stehen. Das ist unser Glaube und unsere feste Überzeugung.

1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen 1:4 (1:3)

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Wir haben zuviele Fehler gemacht, was für uns untypisch ist. Wir haben in den ersten zehn Minuten zwei Tore kassiert, die so nicht fallen dürfen. Es gab ein paar Schlüsselszenen im Spiel, vor allem die Tore in der 45. und 46. Minute. Der Zeitpunkt der Tore war für die Niederlage ausschlaggebend. Entscheidend ist nun, welche Reaktion die Mannschaft in Stuttgart zeigt.

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Wir wussten, dass wir den Gegner in die Rückwärtsbewegung drängen müssen. Das haben wir geschafft. Wir sind mit dem Bewusstsein in das Spiel gegangen, dass wir die Ersten sein können, die Hoffenheim hier schlagen. Es freut mich für die Mannschaft, dass sie so ein Spiel abgeliefert hat. Es war ein wichtiger Sieg, damit die Mannschaft vom Kopf her weiß, dass sie jeden schlagen kann.