Florida - Nach der ersten Einheit von Bayer Leverkusen im Trainingslager sprach Giulio Donati im Interview mit bayer04.de über die Zeit seiner Verletzung vor Weihnachten, die USA und seine Leidenschaft für Harleys.

Frage: Schön, dich wieder auf dem Trainingsplatz zu sehen. Was macht die Schulter?

Giulio Donati: Alles gut! Ich habe vor Weihnachten sehr viel in der Reha gearbeitet und die Verletzung ist gut verheilt. Vielleicht hätte es sogar schon im letzten Spiel vor der Winterpause für einen Einsatz gereicht, aber wir wollten nichts riskieren. So kann ich nun wieder Vollgas geben."

"Freut mich, voll dabei zu sein"

Frage: Passiert ist die Verletzung im Champions League-Spiel gegen die AS Monaco Ende November. Da hast du dir eine Bänderverletzung im Schulterbereich zugezogen.

Donati: Ja genau. Nach einem Foul gegen mich bin ich unglücklich gefallen und habe sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich wollte aber unbedingt noch zu Ende spielen! Am nächsten Morgen konnte ich meine Schulter dann nicht mehr richtig bewegen und musste ein paar Wochen pausieren. Umso mehr freut es mich daher, hier in Florida wieder voll dabei zu sein.

Bayer Leverkusen in Florida - Tag 1 in Bildern

Frage: Warst du vorher schon mal hier?

Donati: Nein, ich noch nicht. Aber meine Großeltern haben mir einiges erzählt. Mein Opa ist ein großer Harley-Liebhaber und hat sich in Florida sogar mal eine Maschine gekauft.

Frage: Hast du diese Leidenschaft geerbt?

Donati: Absolut. Mein Großvater hat mich früher oft mitgenommen, und ich durfte auch mal hinter den Lenker. Die Teile sind aber furchtbar schwer und irgendwie ist es nicht ganz ungefährlich. Deswegen fahre ich auch jetzt nicht selbst.

"Es steht immer das Training im Vordergrund"

Frage: Dieses Trainingslager ist alleine wegen der weiten Reise etwas anders als sonst. Hast du ähnliches schon mal mitgemacht?

Donati: Ich kann mich noch an eines mit Inter Mailand erinnern. Damals waren wir unter José Mourinho in Dubai. Es waren echt viele Menschen da, die mal gucken wollten, wie ein europäisches Team so trainiert. Es stimmt schon, dass die USA etwas anderes sind, als wenn wir in Europa geblieben wären, aber unterm Strich steht doch immer das Training im Vordergrund.

Frage: Wohl wahr. Wie war denn die erste Einheit am Samstagmorgen?

Donati: (lacht) Gut – und anstrengend. Ich hoffe, es wird noch etwas wärmer als 14 Grad heute, aber der Platz liegt direkt neben dem Hotel und ist in einem starken Zustand. Nach zwei Wochen Urlaub ist es jetzt wieder Zeit, voll anzugreifen.